Hajrovic über Auswechslung: «Ich war sehr überrascht und ein wenig irritiert»

Aktualisiert

Hajrovic über Auswechslung«Ich war sehr überrascht und ein wenig irritiert»

Izet Hajrovic wurde beim 1:1 von Galatasaray gegen Chelsea schon nach 31 Minuten ausgewechselt. Die Höchststrafe für einen Fussballer. 20 Minuten sprach mit dem ehemaligen GC-Spieler.

von
Eva Tedesco

Seinen ersten Aufttritt in der Champions League hatte sich Izet Hajrovic von Galatasaray Istanbul sicherlich ganz anders vorgestellt. Beim 1:1 gegen Chelsea wurde der ehemalige GC-Spieler bereits nach 31 Minuten ausgewechselt. Einen Tag nach dieser bitteren Pille sprach 20 Minuten mit dem 22-Jährigen.

Izet Hajrovic, wie haben Sie diese Nacht geschlafen?

Izet Hajrovic: Gut, danke und Sie (lacht)?

Auch gut, danke. Aber ich wurde auch nicht im ersten Champions-League-Spiel mit Galatasaray schon nach einer halben Stunde ausgewechselt. Was waren Ihre ersten Gedanken?

Zuerst war ich sehr überrascht und ein wenig irritiert, da ich in diesen dreissig Minuten doch einige Offensivaktionen hatte, die fast zu Toren geführt hätten.

Hat Trainer Roberto Mancini mit Ihnen über die Auswechslung gesprochen?

Ja, direkt nach dem Spiel ist er zu mir gekommen und hat mir erklärt, warum er mich ausgewechselt hat. Er hat das System von 4-4-2 auf 4-3-3 gewechselt. Er wollte das Zentrum stabilisieren und es habe nichts mit meiner Leistung zu tun gehabt. Ich war leider das Opfer dieser taktischen Umstellung. Er hat mir auch gesagt, dass er auch mit meiner Entwicklung in diesen sechs Wochen, seit ich da bin, sehr zufrieden ist. Und dass ich mir auf keinen Fall Gedanken über diese Auswechslung machen und einfach so weitermachen soll wie bisher.

Sie hatten in dieser halben Stunde eine sehr gute und eine gute Chance. Müssen Sie sich da etwas vorwerfen lassen?

Ja, es ist schade, dass es nicht für ein Tor gereicht hat. Aber so ist es manchmal im Fussball. Es kann leider nicht jeder Ball ins Tor gehen. Aber was im Stadion abgegangen ist, war Wahnsinn. Die Stimmung war gewaltig und die Fans haben uns richtig nach vorne gepeitscht. Da kriege ich jedes Mal Hühnerhaut, wenn ich aus der Kabine komme. Schon beim Einlaufen gehts ab mit Fangesängen. Die 55'000 Zuschauer klingen wie 100'000. So etwas muss man erleben, damit man versteht, wovon ich spreche.

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