Formel-1-Crash : «Ich weiss nicht, wie ich das überlebt habe»

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Formel-1-Crash «Ich weiss nicht, wie ich das überlebt habe»

Guanyu Zhou kehrt am Freitag in seinen Formel-1-Bolliden zurück. Dies ist nach dem Unfall in Silverstone besonders erstaunlich. 

von
Sven Forster

Der Unfall ging um die Welt. 

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Darum gehts

Die Bilder des Unfalls von Alfa-Sauber-Pilot Guanyu Zhou gingen um die Welt. Zhou war zu Beginn des Grossen Preises von Grossbritannien mit seinem Wagen kopfüber mit hoher Geschwindigkeit über den Asphalt und über das Kiesbett gerutscht, ehe er letztlich im Fangzaun gelandet war. Wie durch ein Wunder blieb er unverletzt. «Ich weiss nicht, wie ich überlebt habe. Ich denke nicht, dass mir ein grösserer Unfall wie dieser hätte passieren können», sagte der Alfa-Fahrer. 

In der «Bild» schildert der junge Chinese den Unfall nochmals: «Als sich mein Auto in Silverstone auf den Kopf stellt, schalte ich auf Auto-Pilot. Sofort riss ich die Hände vom Lenker, damit ich mir nicht die Handgelenke breche – und warte ab da nur noch auf den Knall.» Er sei immer bei Bewusstsein gewesen. «Ich spürte nach dem Aufprall eine kalte Flüssigkeit. Da ich unsicher war, ob es Blut oder eine entzündbare Flüssigkeit war, stellte ich den Motor ab.» 

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Für Zhou heisst es dann im komplett demolierten Auto: Warten. Für ihn die grosse Überraschung im Medical Center: «Ich habe nicht einen Kratzer. Unglaublich!» Nun geht es in Spielberg bereits wieder weiter – mit Zhou im Cockpit. Den Fokus habe er sofort wieder nach vorne gerichtet: «Ich will wieder zurück ins Auto.»

Der Sport ist gefährlich 

Auch George Russell sprach nochmals über die Szene in Silverstone: «Es war grausam, ihn da praktisch gefangen zu sehen, nicht in der Lage, aus dem Wagen zu kommen.» Auch Lewis Hamilton äusserte sich:
«Wir sind dankbar, dass wir ihn jetzt haben», betonte Hamilton. Ihm habe der Sicherheitsbügel im vergangenen Jahr das Leben gerettet. Damals war Max Verstappen mit seinem Red Bull auf dem Dach des Mercedes gelandet, auf Hamiltons Helm war ein Abdruck des Reifens.

Vorfälle wie in Silverstone zuletzt würden aber auch die Zuschauer wieder daran erinnern, dass es ein gefährlicher Sport sei. «Wir nehmen Risiko bei einem Wahnsinnsspeed auf uns», sagte der 37 Jahre alte Brite bei einer virtuellen Medienrunde vor dem Grossen Preis von Österreich: «Wir fahren ja nicht spazieren.» 

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