Novak Djokovic – «Ich werde für meine Ausreise mit den Behörden kooperieren»
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Novak Djokovic «Ich werde für meine Ausreise mit den Behörden kooperieren»

Der serbische Tennisstar Novak Djokovic hat den Kampf gegen seine Abschiebung aus Australien verloren. Nun hat er sich persönlich zur Niederlage geäussert.

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«Es ist mir unangenehm, dass der Fokus in den letzten Wochen auf mir lag», sagt Djokovic.

«Es ist mir unangenehm, dass der Fokus in den letzten Wochen auf mir lag», sagt Djokovic.

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«Ich hoffe, dass wir uns jetzt alle auf das Spiel und das Turnier konzentrieren können, das ich liebe.»

«Ich hoffe, dass wir uns jetzt alle auf das Spiel und das Turnier konzentrieren können, das ich liebe.»

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Das sagte Djokovic, kurz nachdem er den Kampf gegen seine Abschiebung aus Australien verloren hatte.

Das sagte Djokovic, kurz nachdem er den Kampf gegen seine Abschiebung aus Australien verloren hatte.

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Darum gehts

Novak Djokovic hat sich nun auch persönlich zum negativen Entscheid der Richter geäussert: Er sei sehr enttäuscht darüber, dass er nicht in Australien bleiben und damit auch nicht am Australian Open teilnehmen könne. Er werde sich nun etwas Zeit nehmen, um sich auszuruhen und zu erholen.

Er werde die Entscheidung des Gerichts aber akzeptieren und für seine Ausreise mit den zuständigen Behörden kooperieren. «Es ist mir unangenehm, dass der Fokus in den letzten Wochen auf mir lag», sagt Djokovic. «Ich hoffe, dass wir uns jetzt alle auf das Spiel und das Turnier konzentrieren können, das ich liebe.»

Djokovic muss Gerichtskosten tragen

Der serbische Tennis-Star Novak Djokovic hat den Kampf gegen seine Abschiebung aus Australien verloren. Einen Tag vor dem Start der Australian Open wies ein Bundesgericht in Melbourne am Sonntag Djokovics Einspruch gegen den Entzug seines Visums zurück. Die australische Regierung hatte dem 34-jährigen Serben sein Visum entzogen, weil er Anfang Januar ohne die vorgeschriebene Corona-Impfung eingereist war.

«Das Gericht hat beschlossen, dass der abgeänderte Antrag kostenpflichtig abzuweisen ist», erklärte der Vorsitzende Richter James Allsop nach der Entscheidung. Djokovic muss also nicht nur das Land verlassen, sondern auch die Gerichtskosten tragen.

Bis zu seiner Ausreise bleibt er in Gewahrsam

Für Djokovic, der bei der Einreise statt eines Impf-Nachweises eine medizinische Ausnahmegenehmigung vorgelegt hatte, stand in dem Verfahren viel auf dem Spiel: Nach seiner Niederlage muss der Weltranglistenerste nun bis zu seiner Ausreise aus Australien in Gewahrsam bleiben. Die Teilnahme an den Australian Open in Melbourne, die er bereits neun Mal gewonnen hat, bleibt ihm verwehrt. Djokovic wollte bei dem Turnier als erster Tennisspieler überhaupt den 21. Grand-Slam-Titel holen.

Djokovics Fall war am Sonntag in einer Dringlichkeitssitzung von drei Bundesrichtern verhandelt worden. Der Weltranglistenerste wurde dafür aus seiner Abschiebehaft in einem früheren Hotel in Melbourne in die Kanzlei seiner Anwälte gefahren, um von dort aus die Verhandlung zu verfolgen.

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(AFP/mur)

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