Öffnung am 1. März: «Ich werde mich glücklich ins Shopping stürzen»
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Öffnung am 1. März«Ich werde mich glücklich ins Shopping stürzen»

Bald gehen die Läden wieder auf. Viele Leserinnen und Leser können es kaum erwarten. Sie wollen sobald wie möglich wieder in die Kleiderläden, Brockenhäuser und Schuhgeschäfte.

von
Raphael Knecht
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Viele Schweizerinnen und Schweizer können es kaum erwarten, dass die Läden wieder öffnen.

Viele Schweizerinnen und Schweizer können es kaum erwarten, dass die Läden wieder öffnen.

20min/Simon Glauser
 «Ich werde mich glücklich ins Shopping stürzen und Ausschau nach Frühlingsmode halten», sagt etwa Cindy zu 20 Minuten.

«Ich werde mich glücklich ins Shopping stürzen und Ausschau nach Frühlingsmode halten», sagt etwa Cindy zu 20 Minuten.

Privat
Die Barrikaden fallen am 1. März. Dann dürfen alle Läden wieder öffnen.

Die Barrikaden fallen am 1. März. Dann dürfen alle Läden wieder öffnen.

imago/McPHOTO

Darum gehts

  • Mit der Lockerung der Massnahmen ist Shopping ab März wieder möglich.

  • Leserinnen und Leser freuen sich darauf.

Am Montag können Schweizer endlich wieder in die Läden – und nicht nur für den täglichen Bedarf. Leserinnen und Leser erzählen, wie sie das Shopping vermisst haben und wo es sie nächste Woche hinzieht:

«Für die Kinder ist es wie ein Erlebnis»

Caro (28): «Ich vermisste vor allem das Einkaufen mit den Kindern. Für die ist das wie ein Erlebnis. Besonders die Schuhgeschäfte habe ich vermisst. Nächste Woche gehen wir darum wieder in den St. Jakob-Park shoppen.»

«Ich will seit Anfang Jahr ins Brockenhaus»

Stefan (30): «Ich will seit Anfang Jahr ins Brockenhaus! Ich brauche ein schickes, kleines Möbel für mein Schlafzimmer. Momentan muss ich meine Brille und Bücher lieblos neben dem Bett rumliegen lassen. Ich freue mich, dass ich am Montag endlich wieder etwas Ordnung in mein Daheim bringen kann.»

«Passende Sachen gehören zum täglichen Bedarf»

Annika (38): «Es ist schön, durch die Läden zu schlendern und Sachen anzufassen, lesen, sich inspirieren lassen, probieren und zu kaufen. Online Einkaufen ist gar nicht toll. Bestellen, anprobieren, passt nicht - weil ich Marke und Schnitt nicht kenne - zurückschicken und dann alles wieder von vorne. Und Geld zurück dauert ewig. Passende Sachen gehören zum täglichen Bedarf. Als erstes kaufe ich meinem Kind frühlingstaugliche, passende Anziehsachen.»

«Tochter lief sich Blasen, weil die Schuhe zu klein waren»

Frances (40): «Ich fand es schade, dass ich keine Sachen für meine zweijährige Tochter kaufen konnte. Sie lief sich Blasen, weil die Schuhe zu klein waren. Die Hosen waren auch auf Hochwasser. Nächste Woche wird der Grosseinkauf fällig.»

So viele Kunden dürfen in die Läden

Die Masken- und Abstandspflicht gilt weiterhin. Der Bundesrat hat aber zudem die Kundenbeschränkung verschärft. Neu gilt in den Läden, die weniger als zwei Drittel des Umsatzes mit Lebensmitteln machen, Folgendes:

  • Bis zu 40 Quadratmeter Verkaufsfläche: Maximal drei Kunden.

  • 41 bis 500 Quadratmeter Verkaufsfläche: Mindestens fünf Kunden, aber maximal ein Kunde pro zehn Quadratmetern.

  • 501 bis 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche: Mindestens 50 Kunden, aber maximal ein Kunde pro 15 Quadratmetern.

  • Ab 1501 Quadratmeter Verkaufsfläche: Mindestens 100 Kunden, aber maximal ein Kunde pro 25 Quadratmeter.

«Ich werde mich glücklich ins Shopping stürzen»

Cindy (52): «Ich freue mich, dass ich wieder die Freiheit habe, selbst zu entscheiden, ob und wann ich einkaufen gehe. Ich werde mich glücklich ins Shopping stürzen und Ausschau nach Frühlingsmode halten. Kleider online zu bestellen, ist nur kompliziert. Und wir Frauen gehen nunmal gern ein bisschen Lädelen - das ist auch ein kleiner Ausflug.»

«Werden wieder alles im Laden aussuchen»

GC (60): «Ich kann die Diebstähle bei Online-Bestellungen nicht mehr zählen: aufgebrochene Pakete, in denen die Hälfte des Inhalts fehlt, angeblich gelieferte Sendungen, die nie ankommen. Dazu kommt, dass die Liefertermine teils plötzlich um drei Monate verschoben werden. Nach dem ganzen Theater werden wir alles wieder im Laden aussuchen und mitnehmen.»

«Ich will sofort in ein Schuhgeschäft»

Gaby (62): «Ich brauche dringend Wanderschuhe, weil die alten defekt sind. Ich will sofort in ein Schuhgeschäft.»

Zwangsschliessung

Jede Woche gingen 800 Millionen Franken verloren

Über 10’000 Geschäfte sind laut Detailhandelsverband Swiss Retail von der Schliessung betroffen. Jede Woche gingen durch den Shutdown Umsätze in der Höhe von 800 Millionen Franken verloren. In gewissen Segmenten seien bis zu 90 Prozent der Mitarbeiter in Kurzarbeit. In vielen Fällen reiche auch die Härtefallverordnung nicht aus, Filialen blieben auf bis zu 90 Prozent ihrer Fixkosten sitzen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine Spiel-, Kauf-, Online- oder eine andere Verhaltenssucht?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Spielen ohne Sucht, Selbsttest und Informationen

Safezone.ch, Onlineberatung

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

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