«Ich will ein Stück Torte» – Urs Fischer schafft mit Union den Europa-Coup
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Kruse schiesst das 2:1«Ich will ein Stück Torte» – Fischer schafft mit Union den Europa-Coup

Nach 20 Jahren qualifiziert sich Union Berlin wieder für den Europacup. Das gelang, weil Vizemeister Leipzig in der Nachspielzeit dramatisch besiegt wurde. Verständlich war nachher die Freude riesengross.

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Union-Coach Urs Fischer darf sich freuen. 

Union-Coach Urs Fischer darf sich freuen.

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So schiesst Max Kruse den Berliner Club in den Europacup. 

So schiesst Max Kruse den Berliner Club in den Europacup.

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Gegen RB Leipzig siegt Union Berlin mit 2:1. 

Gegen RB Leipzig siegt Union Berlin mit 2:1.

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Darum gehts

  • Union Berlin krönt eine wunderbare Saison mit der Quali für den Europacup.

  • Dank des 2:1-Sieges gegen RB Leipzig spielt Union nächste Saison in der Conference League.

  • Die Freude darüber? Riesig.

Die Profis von Union Berlin sanken nach ihrem Europa-Coup erschöpft zu Boden, die 2000 Fans feierten ihren Helden mit «Kruse, Kruse»-Sprechchören und Erfolgscoach Urs Fischer hatte in der Kabine einen Wunsch. «Ich will ein Stück Torte», sagte er. Max Kruse hat den Hauptstadt-Club nach 20 Jahren sensationell wieder in den Europacup geschossen. In der Nachspielzeit traf der Stürmer am Samstag zum 2:1 (0:0) gegen Vizemeister RB Leipzig, so dass sich Union nur zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Fussball-Bundesliga für die neue Conference League qualifizierte.

«Wahnsinn eigentlich, der Spielverlauf wie im Drehbuch, wenn man es sich ausmalen könnte, würde man es so schreiben», sagte Fischer nach dem Schlusspfiff. Auch der Matchwinner spielte in seiner ersten glückseligen Reaktion auf den dramatischen Spielverlauf an. «Das ist Weltklasse, dass wir uns für die herausragende Saison belohnen. Letztes Spiel, letzte Minute. Besser kann man es nicht schreiben», sagte Kruse bei Sky. Der 33-Jährige hatte mit seinem Kopfball für Ekstase unter den im Rahmen eines Pilotprojekts zugelassenen Fans gesorgt. Vor dem Stadion zündeten Anhänger vor Freude Böller.

«Ich bin stolz auf die Truppe»

«Wahnsinn trifft es perfekt. Der Wille war absolut da. Es war sehr viel Kampf, die Kraft ging uns am Schluss aus», befand Unions Captain Christopher Trimmel. «Ich bin stolz auf die Truppe. Wir haben in erster Linie für die Fans gespielt.» Diese feierten die Profis schliesslich auch auf der Ehrenrunde bei einem kurzen Schauer. Später folgte dann die Party vor dem Stadion.

Deutlich mehr als 1000 Fans feierten dort die Union-Stars und Coach Fischer mit einem Feuerwerk. Sie jubelten den Profis zu, die sich auf einem Balkon über dem VIP-Eingang des Stadions an der Alten Försterei zeigten. Fischer winkte von der Empore den Anhängern zu, nahm einen Schluck Bier und warf seine Trainingsjacke in die Menge.

Im letzten Leipzig-Spiel von Trainer Julian Nagelsmann sorgte Justin Kluivert (55.) für die RB-Führung. Die Leihgabe von der AS Roma liess den aus dem Tor geeilten Union-Keeper Andreas Luthe aussteigen und schob den Ball ins leere Tor. Marvin Friedrich (67.) erzielte nach einer Ecke den umjubelten Ausgleich. Es dauerte bis in die Nachspielzeit, bis Kruse (90.+2) die Saison der Köpenicker krönte. Leipzig verpasste es, einen neuen Punkterekord aufzustellen.

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(nih/dpa)

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