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Blatter bleibt Präsident"Ich will eine schöne Fifa"

Joseph Blatter heißt der alte und neue Fifa-Präsident. Sein Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein zog seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurück.

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dpa
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Joseph Blatter geht in seine fünfte Amtszeit an der FIFA-Spitze. Der Schweizer hatte 1998 das Amt des Präsidenten übernommen. Zuvor war er bereits Technischer Direktor und Generalsekretär des Weltverbands gewesen.

Joseph Blatter geht in seine fünfte Amtszeit an der FIFA-Spitze. Der Schweizer hatte 1998 das Amt des Präsidenten übernommen. Zuvor war er bereits Technischer Direktor und Generalsekretär des Weltverbands gewesen.

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Die Delegierten im Hallenstadion in Zurich, Schweiz, wählen den FIFA-Präsidenten

Die Delegierten im Hallenstadion in Zurich, Schweiz, wählen den FIFA-Präsidenten

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Ein Delegierter platziert seinen Stimmzettel in der Wahlurne.

Ein Delegierter platziert seinen Stimmzettel in der Wahlurne.

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Trotz Korruptions-Skandal und Bombendrohung: Joseph Blatter bleibt der Herrscher der Fußball-Welt. Doch sein Thron hat kräftig gewackelt. Mit seinem untrüglichen Machtinstinkt hat der heftig kritisierte Fifa-Präsident nach dem jüngsten Skandal alle Angriffe abgewehrt.

"Ich werde die Fifa zurückbringen, gemeinsam schaffen wir das", rief Blatter den Delegierten aus den 209 Mitgliedsländern zu, die er nun für vier weitere Jahre anführen kann. Seine Wahl wurde von vielen Delegierten mit Jubel quittiert. Blatter wusste genau, wo Freunde und Feinde sind. Schon seine Dankesrede nutzte er für erste Breitseiten für die Opposition aus Europa, deren Einfluss im Fifa-Exekutivkomitee beschnitten werden soll.

Der einzige Konkurrent gibt auf

Der 79 Jahre alte Schweizer wurde am Freitag beim Fifa-Kongress im Hallenstadion von Zürich trotz des massiven Korruptionsskandals um führende Mitglieder seiner Fußball-Regierung mit 133:73 Stimmen gegen seinen einzigen Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein gewählt. Ein eigentlich nötiger zweiter Wahlgang wurde gestrichen, da der Jordanier auf diesen verzichtete. Für Blatter gab es in der geheimen Abstimmung die zweitmeisten Gegenstimmen seiner jetzt schon 17 Jahre währenden Regentschaft - die ihm selbst "ganz kurz vorkommt".

Für seine Gegner aus Europa und Deutschland erscheint diese Zeit hingegen ewig. "Wie der Kongress gezeigt hat, war der Gegenwind nicht stark genug, um den Wechsel herbeizuführen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Einen deutschen WM-Boykott als Reaktion schloss er aber aus.

Doch die sofortige Ankündigung Blatters in seiner Dankesrede dürfte das Verhältnis zur Uefa-Opposition nicht verbessern. Der Schweizer will nach seiner Wiederwahl das Fifa-Exekutivkomitee umbauen. "Wir brauchen eine bessere Vertretung der Konföderationen. Die Anzahl der Nationen in den Konföderationen soll sich auswirken auf die Zusammensetzung des Exekutivkomitees." Ein klarer Angriff auf Europa - und ein Geschenk an beispielsweise Ozeanien für die Unterstützung.

"Ich war etwas nervös"

Nach dem Verzicht des Jordaniers auf eine Wahlverlängerung atmete Blatter erst einmal tief durch. "Ich war etwas nervös heute, das gebe ich zu", gestand er und wurde euphorisch: "Ich mag euch, ihr habt mich zurück in die Fifa gebracht. Ich bin nicht perfekt." Zudem kündigte er einen Rückzug für 2019 an, am Ende seiner Amtszeit werde er eine robuste Fifa an seinen Nachfolger übergeben.

Schon mit seiner Kandidatenansprache hatte der Fifa-König den Prinzen ausgestochen. Al-Hussein hatte eine recht fade Rede gehalten und keine Alternative aufzeigen können. "Ich verspreche euch, dass ich mich nicht hinter euch verstecken werden, wenn die Dinge schlecht laufen", sagte Al-Hussein. Blatter bestach mit simplen Versprechungen: "Ich will eine schöne Fifa."

Das knappe Ergebnis ist dennoch Ausdruck einer starken, aus Europa gesteuerten Opposition um Uefa-Boss Michel Platini und Niersbach. Der DFB-Präsident tendiert im Gegensatz zum Engländer David Gill dazu, sein neues Amt im Fifa-Exekutivkomitee wahrzunehmen.

Vor der Wahl hatte Blatter die Verantwortung für den jüngsten Korruptionsskandal mit Festnahmen von sieben Funktionären in Zürich inklusive seiner Ex-Stellvertreter Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo auf Einzelne geschoben. Der Schweizer forderte angesichts des größten Bebens in der Fifa-Geschichte ein aktives Mitarbeiten der Mitglieder.

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