Roger Federer: «Ich will es geniessen, solange es geht»
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Roger Federer«Ich will es geniessen, solange es geht»

Mit etwas Verspätung hat Roger Federer seine Arbeit an den US Open aufgenommen und Grega Zemlja besiegt. Der Schweizer zieht eine positive Bilanz nach seinem ersten Auftritt.

von
fbu

Roger Federer steht an den US Open nach einem ungefährdeten Sieg gegen Grega Zemlja (6:3, 6:2, 7:5) in der zweiten Runde. Der Schweizer zog nach der Partie ein positives Fazit. «Es war ein Spiel ohne viel Rhythmus, aber ich bin über das Ganze gesehen zufrieden, wie ich gespielt habe. Es war schliesslich ein Erstrundenspiel.» Er habe seine aggressive Taktik gut umgesetzt. «Weil ich das getan habe, musste ich nicht viele Ballwechsel spielen.»

Das Spiel hat mit rund 18 Stunden Verspätung stattgefunden. Das hat die Weltnummer 7 aber nicht aus dem Konzept gebracht. «Das hat nicht wirklich eine Rolle gespielt. Es hat nicht an den Nerven gezehrt. Allerdings hätte ich unter diesen Umständen am Montag mehr trainiert.» Das ist im Übrigen auch der Plan für Mittwoch: «Ich muss den Rhythmus noch etwas finden, deshalb werde ich morgen auf dem Platz anzutreffen sein.»

Federer kennt Berlocq vom Training

In der zweiten Runde trifft Federer nun auf Carlos Berlocq. Gegen den Argentinier hat der Baselbieter in diesem Jahr in Rom zum ersten Mal gespielt und gewonnen. Der 32-Jährige gibt aber zu: «Ich erinnere mich nicht so gut an die Partie in Rom, um ehrlich zu sein. Aber ich denke, dass er ein sehr guter Spieler ist. Er agiert stark von der Grundlinie und hat sowohl eine gute Vor- als auch Rückhand.» Er kenne das Spiel von Berlocq ziemlich gut, weil sie viel zusammen trainiert hätten.

Federer nahm sich nach seinem erfolgreichen Start auch Zeit, um weiterreichende Fragen zu beantworten. Die Amerikaner beschäftigen zurzeit vor allem zwei Themen: das geplante Dach und der Rücktritt von James Blake mit 33 Jahren. Zum geplanten Dach für Flushing Meadows meinte der Schweizer: «Das ist sehr gut für das Tennis im Allgemeinen. Die Spiele und die Zuschauer werden sich darüber freuen.» Er führte zudem aus, dass damit vor allem die Nightsessions garantiert seien, was für die Fernsehübertragungen entscheidend sei. Zum angekündigten Rücktritt von Blake gab Federer zu Protokoll: «Ich denke, er könnte noch Jahre spielen. Aber vermutlich hat er einfach gespürt, dass es der richtige Moment ist. In New York zurückzutreten macht für ihn natürlich Sinn.»

Federer betont: Motivation ist noch gross

Was ihn selbst betrifft, betonte Federer noch einmal, dass seine Motivation so gross sei wie eh und je. «Natürlich macht es Spass, solange man alles gewinnt. Das heisst aber nicht zwingend, dass man das Spiel mehr liebt. Das schimmert eher durch, wenn man nicht ganz so gut spielt. Ich für mich weiss, dass ich Tennis liebe, und deshalb will ich das geniessen, solange es geht.»

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