09.10.2019 08:36

Manuela Frey

«Ich will keine Tipps von Heidi Klum»

In zwei Wochen startet die neue Staffel «Switzerland's next Topmodel». Im Interview verrät Host Manuela Frey, wie die Dreharbeiten verliefen. Und was als Nächstes bei ihr ansteht.

von
mim

Im Video verrät SNTM-Host und Topmodel Manuela Frey (23) die fünf wichtigsten Dinge sind, die man bei Model-Castings beachten muss. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Manuela, wie lief der Dreh zur neuen Staffel von «Switzerland's next Topmodel»?

Sehr entspannt. Ich habe jetzt das Team schon gekannt und konnte mehr Erfahrung mitbringen. Bei der ersten Staffel war es anders: Da wurde ich echt ins kalte Wasser geschmissen.

Was war denn das Schwierigste in Staffel 1?

Ich habe mir zu viel Druck gemacht. Ich bin sehr perfektionistisch und wollte meine Moderationen immer gleich im ersten Take ohne Fehler wiedergeben. Vor Drehbeginn der zweiten Staffel habe ich in New York eine erfahrene Schauspiellehrerin getroffen. Sie hat mir sehr geholfen.

Was hast du konkret gelernt?

Dass ich die Texte nicht eins zu eins wiedergeben muss, solange sie inhaltlich stimmen. So klappte das Moderieren viel besser: Ich spreche nämlich lieber frei und spontan.

Gibt es sonst noch was, das du jetzt anders machst?

Ich konnte besser mit den Kandidaten umgehen. Gerade, wenn ich jemanden aus der Show entlassen musste. In der ersten Staffel hatte ich da oft Mitleid. Aber die Kandidaten wissen ja, dass nur eine oder einer gewinnen kann.

Und was war für dich jetzt die grösste Challenge?

Die Leistung der Kandidaten zu beurteilen und dementsprechend Entscheidungen zu treffen. Eine Kandidatin hatte beispielsweise äusserlich sehr grosses Potential zum Modeln – ihr Charakter war aber nicht fürs Business geeignet.

Hattest du dir zu Beginn der Dreharbeiten ein Ziel gesetzt?

Ich will mich selber bleiben. Das ist mir enorm wichtig. Deswegen ist moderieren auch nicht mein Traumjob: Man muss zu viel vom Skript ablesen.

Was ist denn dein Traumjob?

Als Host eine eigene Talk-Show zu führen! Ich liebe es, ohne Vorgaben vor der Kamera zu stehen.

Hast du GNTM-Chefin Heidi Klum eigentlich mal kennengelernt?

Ja, ich habe sie schon einige Male getroffen. Sie weiss, dass es ihr Casting-Format auch in der Schweiz gibt.

Hast du sie um Tipps gefragt?

Nein. Schliesslich will ich sie nicht nachmachen, sondern meine eigene Persönlichkeit durchsetzen. Ich schaue aber seit ich sieben bin «Germany's next Topmodel» – nun selber so eine Show wie Heidi zu haben, ehrt mich sehr.

Wie liess sich das Modeln mit dem SNTM-Dreh verbinden?

Genau während der Dreharbeiten habe ich super Jobanfragen gekriegt. Das ist natürlich schade, aber SNTM ist mein Baby – ich würde dafür sogar Giorgio Armani absagen.

Wie geht es dir sonst so?

Sehr gut! Ich bin privat mega happy. In allen Bereichen des Lebens bin ich wirklich richtig glücklich.

Klingt, als läuft es auch in der Liebe gut?

Ich wusste, dass diese Frage noch kommt (lacht). Dazu sage ich nichts – ich spreche nicht mehr über mein Liebesleben.

Du lässt dich ja auch noch zur Immobilien-Maklerin ausbilden.

Ja. Ende Jahr erhalte ich meine Lizenz. Ich mache das, um den Kopf fit zu halten. Und um einen Plan B zu haben. Das braucht es beim Modeln: Man weiss nie, wie lange man im Business angesagt bleibt.

Wie sieht deine berufliche Zukunft aus?

Erste Priorität bleibt das Modeln. Ich kann mir aber auch vorstellen, in Zukunft vermehrt TV-Shows zu hosten. Aktuell sammle ich auch erste Erfahrungen als Schauspielerin: Bald fliege ich nach Los Angeles, um Filmagenturen kennenzulernen.

Wie kams dazu?

Meine Managerin hat mich einem Produzenten vorgestellt. Inzwischen ist er ein guter Freund von mir. Er meinte: «Manuela, du solltest Schauspielunterricht nehmen!» Mal schauen, was da noch kommt.

Im Video oben verrät das Topmodel, was die fünf wichtigsten Dinge sind, die man bei einem Model-Casting beachten muss.

Drei Fragen an Co-Host Zoë Pastelle

Wie war die Zusammenarbeit mit Manuela Frey?

Es war sehr cool. Wir haben uns schon vor den Dreharbeiten gekannt und verstehen uns super – wir haben uns gut ergänzt.

Wie war es, junge Leute zu coachen?

Es war ein spezielles Erlebnis, auf Augenhöhe mit den Kandidaten zu sein, die teilweise sogar im gleichen Alter wie ich waren. Ihnen Wissen vermitteln zu können, hat viel Spass gemacht.

Was war dein Number-One-Tipp für die Models?

Man soll immer sich selbst zu sein. In der heutigen (Mode-)Welt ist es so wichtig, dass man sein eigener Typ ist und seinen eigenen Charakter hat, damit man weiter kommt.

Schauspielerin und Influencerin Zoë Pastelle. Im grossen Finale mit Live-Entscheidung am 22. November warten auf die Siegerin oder den Sieger unter anderem ein Modelvertrag und ein Cover-Shooting mit Friday!

20 Minuten ist Medienpartner von «Switzerland's next Topmodel».

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.