Aktualisiert 17.07.2016 12:38

Breel Embolo«Ich will lernen, aber auch Erfolg haben»

Er konnte es kaum erwarten, dass er bei seinem neuen Club loslegen kann. Deshalb brach Breel Embolo seine Ferien ab und feierte am Samstag schon sein Debüt bei Schalke.

von
E. Tedesco

Breel Embolo feiert beim 2:4 der Schalker gegen den FC Luzern sein Debüt in Königsblau. (Video: 20 Minuten)

Er hat wohl nicht damit gerechnet, dass er so schnell wieder in der Heimat zurück ist. Vor zwei Tagen wurde er offiziell bei Schalke 04 vorgestellt. Am Freitag absolvierte er ein Training. Am Samstag feierte er bei Königsblau schon seinen Einstand in der Startelf. Und das ausgerechnet in der Schweiz. Wie am Pfingstmontag mit dem FCB (0:4) verlor Embolo aber auch am Samstag mit Schalke gegen den FC Luzern. Diesmal lautet das Resultat 2:4.

Breel Embolo, Sie sollten doch noch in den Ferien sein?

Breel Embolo: Ich habe mich von der Niederlage gegen Polen an der EM schnell erholt und wollte unbedingt so schnell wie möglich zurück auf den Platz. Dann macht man das gern, aber man hat gemerkt, dass wir noch am Anfang der Vorbereitungen sind und noch nicht alles gut ist.

Wie haben Sie das Aus im Achtelfinal mental verarbeitet?

Wenn man so wie wir gut gespielt hat, dann fällt einem das Verarbeiten ein wenig einfacher. Penaltyschiessen ist immer auch ein wenig Glücksache, aber die Art und Weise, wie wir Fussball gespielt und uns präsentiert haben, hat die Sache vereinfacht. Aber enttäuscht waren wir trotzdem.

Und wieder einmal war in einem Achtelfinal Schluss. Ist man zu optimistisch, wenn man von dieser Nati mehr erwartet?

Ich glaube nicht. Wir haben ein Riesenpotenzial und wenn man sich zurückerinnert, hat man die Polen nach der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr gesehen. Wir haben das Spiel gemacht und viele Chancen – wie überhaupt im ganzen Turnier – kreiert, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Im Penaltyschiessen stehen die Chancen 50:50 und da kann man keinem die Schuld geben.

Themenwechsel. Sie haben gerade mal ein Training hinter sich und standen in Luzern in der Schalker Startelf. Wie fühlen Sie sich nach dem 45-minütigen Debüt?

Ich wollte unbedingt spielen, damit ich wieder in den Rhythmus komme und bin glücklich über die Spielminuten, die ich erhalten habe und, dass ich bei Schalke spielen darf.

Wie haben Sie generell die ersten Tage bei Schalke erlebt?

Es ist alles noch riesiger, als ich erwartet habe. Alle haben mich sehr gut aufgenommen und haben mir nur Gutes über den Verein erzählt. Ich bin froh, dass ich das alles jetzt mit eigenen Augen gesehen habe.

Was zum Beispiel ist riesiger als beim FCB?

Beim Training am Freitag waren 2000 bis 3000 Leute dabei. Das sind Sachen, die man in der Schweiz so nicht hat.

Und was haben Sie von Gelsenkirchen schon gesehen?

Noch nicht viel. Ich bin im Moment noch im Hotel, aber ich habe zum Beispiel schon eine Wohnung gefunden, die mir passt.

Werden Sie alleine leben oder kommt jemand aus der Familie mit?

Das Ziel ist schon, dass ich alleine für mich sorge, aber Gelsenkirchen ist nicht so weit weg und daher wird meine Familie vorerst regelmässig bei mir sein.

Die Bundesliga war Ihr Ziel. Was haben Sie sich vorgenommen?

Vorerst, dass ich so schnell wie möglich wieder fit bin und auf mein Level komme und, dass ich der Mannschaft so schnell wie möglich helfen kann. Aber ich will möglichst viel lernen, aber ich will auch Erfolg haben.

Der FCL gewinnt gegen Schalke 4:2 «Testspiel-Blamage für Schalke», titelte Bild.de. «Königsblau» offenbarte sichtbare Schwächen in allen Mannschaftsteilen und der neue Trainer Markus Weinzierl hätte eine Käse-Defensive gesehen. «Ein halbes Dutzend Mal standen die Schweizer alleine vor Keeper Fährmann - eine löchrige Abwehr wie Schweizer Käse...», schrieb das Boulevard-Blatt. Embolo war bemüht, hatte aber noch Mühe mit dem Rhythmus.

Der FCL gewinnt gegen Schalke 4:2 «Testspiel-Blamage für Schalke», titelte Bild.de. «Königsblau» offenbarte sichtbare Schwächen in allen Mannschaftsteilen und der neue Trainer Markus Weinzierl hätte eine Käse-Defensive gesehen. «Ein halbes Dutzend Mal standen die Schweizer alleine vor Keeper Fährmann - eine löchrige Abwehr wie Schweizer Käse...», schrieb das Boulevard-Blatt. Embolo war bemüht, hatte aber noch Mühe mit dem Rhythmus.

Dafür ist der FCL schon gut drauf. Eine Woche vor dem Saisonauftakt in Lugano sah man schöne Spielzüge und einen Marco Schneuwly in Torlaune. Der FCL-Stürmer traf zum 2:0 (48.) und 3:0 (54.). Die weiteren FCL-Torschützen: 2. Neumayr 1:0, 89. Oliveira 4:2. Für Schalke: 66. Huntelaar 3:1 und 76. Nastasic 3:2. (ete)

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