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Sophie Strohmeier«Ich will mehr Lust»

Mit ihrem Buch «Küss mich, Libussa» will Sophie Strohmeier Liebe unter Frauen enttabuisieren – und zu mehr Lust aufrufen.

von
Lorena Sauter

Heute erscheint Ihr Erstling «Küss mich, Libussa» im Handel. Nervös?

Sophie Strohmeier: Ja. Schliesslich werden auch mein Vater und meine Freundin das Buch lesen.

Peinlich berührt?

Nein. Das Buch ist zwar gar nicht anständig. Es beschreibt sehr detailliert, was Frauen miteinander machen. Aber für meinen Vater ist es Bildung.

Ist «Küss mich, Libussa» die Antwort auf «50 Shades of Grey» und «Feuchtgebiete»?

Ich habe beide nicht gelesen. «50 Shades of Grey» ist ein ­Heterobuch. Das interessiert mich nicht.

Warum schreiben Sie über die Liebe zwischen Frauen?

Weil es in der deutschen Literatur zu wenig Gutes über Lesben gibt. Ich will das Thema den Leuten näherbringen.

Die Geschichte handelt von einer obsessiven Liebe. Wie viel Autobiografisches steckt im Buch?

Ich war schon oft ob­sessiv verliebt. Die Geschichte beinhaltet einige Erfahrungen aus meinem Leben, die Figur Libussa ist eine Mischung aus vielen Frauen.

Können Frauen Frauen besser befriedigen als Männer es können?

Ja. Es entsteht eine andere Spannung. Der Sex ist geheimnisvoller.

Ihr Ziel?

Ich will, dass es mehr Lust gibt, dass die Leute mehr geniessen. Und dass sie die Literatur lesen, die sie interessiert und nicht Bücher, die allgemein als gut gelten.

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