Celina Feri : «Ich will nicht aufs Äussere reduziert werden»
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Celina Feri «Ich will nicht aufs Äussere reduziert werden»

Lokalpolitikerin Celina Feri (24) ist von ihrer Mutter, Nationalrätin Yvonne Feri, wegen eines Fotos öffentlich kritisiert worden. Nun reden die Frauen.

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num
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Stein des Anstosses ist dieses Profilbild auf Facebook: Es zeigt die Wettinger SP-Einwohnerrätin Celina Feri in den Ferien in Malaga.

Stein des Anstosses ist dieses Profilbild auf Facebook: Es zeigt die Wettinger SP-Einwohnerrätin Celina Feri in den Ferien in Malaga.

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Ihre Mutter, SP-Nationalrätin Yvonne Feri, ist darüber wenig erfreut: «Ich finde es nicht gut, wenn sie ein Profilbild mit sexy Pose und Hotpants auf Facebook stellt.»

Ihre Mutter, SP-Nationalrätin Yvonne Feri, ist darüber wenig erfreut: «Ich finde es nicht gut, wenn sie ein Profilbild mit sexy Pose und Hotpants auf Facebook stellt.»

SP Aargau
Die Frage, wie viel nackte Haut Feminismus verträgt, beschäftigt Feministinnen immer wieder. Einen neuen Höhepunkt hat die Debatte in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der ukrainischen Gruppierung Femen erreicht, die regelmässig mit Oben-ohne-Aktionen für Furore sorgt.

Die Frage, wie viel nackte Haut Feminismus verträgt, beschäftigt Feministinnen immer wieder. Einen neuen Höhepunkt hat die Debatte in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der ukrainischen Gruppierung Femen erreicht, die regelmässig mit Oben-ohne-Aktionen für Furore sorgt.

Etienne Laurent

Die Einwohnerrätin aus Wettingen AG, Celina Feri, posierte stolz in Hotpants und knappem Top auf Facebook. Ihre Mutter, Nationalrätin Yvonne Feri, sagte über den Look ihrer Tochter: «Für mich ist eine Grenze überschritten, wenn eine Inszenierung ins Sexistische, ins Stereotype kippt.» Sie frage sich, ob man mit einem solchen Auftreten noch als seriöse Politikerin wahrgenommen werden könne.

Das Foto entstand in Malaga. Gegenüber der «Schweizer Illustrierten» sagt nun Celina Feri über den Rummel um ihr Foto: «Ich hätte nie erwartet, dass dieses Thema so hohe Wellen schlägt. Es ist schade, dass ein solches Bild viel stärker interessiert als ein politischer Vorstoss von mir.»

«Werde wieder Hotpants tragen»

Sie habe es nicht darauf angelegt bekannt zu werden. Ihre Freunde hätte positiv auf das Bild reagiert – bereits vor dem ersten Zeitungsartikel, «und nachher erst recht». Sie stehe nach wie vor zu diesem Bild, wolle aber nicht, dass sie auf «ihr Äusseres reduziert werde». «In der Freizeit werde ich auch in der Schweiz wieder Hotpants und bauchfreie Trägershirts tragen.»

Ihre Mutter bleibt immer noch bei ihrer Position, dass sie das Bild problematisch findet – aber nur weil ihre Tochter Politikerin ist. «Mit einer solchen Pose machen Frauen normalerweise sexistische oder erotische Werbung. Deshalb besteht die Gefahr, dass meine Tochter in diese Ecke gedrängt wird.»

Yvonne Feri beteuert gegenüber der «Schweizer Illustrierten», nicht auf dem Buckel ihrer Tochter Wahlkampf zu betreiben. «Da kommt natürlich neben der Politikerin meine Rolle als Mutter dazu.» Sie habe ihre Tochter nur auf die Gefahren bei der Veröffentlichung des Bildes hingewiesen.

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