03.11.2020 11:22

Schweizer Influencerin Michelle Melody (18)«Ich will nicht meine ganze Jugend in einer Pandemie verbringen»

Die Zürcher Influencerin Michelle Melody (18) hat während Corona viele Followerinnen und Follower dazugewonnen. Mit uns spricht sie über die Pandemie und ihr neues Onlyfans.

von
Stephanie Vinzens
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Die Schweizerin Michelle Melody (18) arbeitet seit Dezember 2019 hauptberuflich als Influencerin. Auf ihrem Insta-Account hat die Zürcherin 285’000 Follower, auf Tiktok sind es über eine Million.

Die Schweizerin Michelle Melody (18) arbeitet seit Dezember 2019 hauptberuflich als Influencerin. Auf ihrem Insta-Account hat die Zürcherin 285’000 Follower, auf Tiktok sind es über eine Million.

Dass eine gewöhnliche Ausbildung nichts für sie ist, hat Michelle während ihrer Lehre als Bankkauffrau gemerkt. Sie brach die Ausbildung ab und feilte stattdessen an ihrer Social-Media-Karriere.

Dass eine gewöhnliche Ausbildung nichts für sie ist, hat Michelle während ihrer Lehre als Bankkauffrau gemerkt. Sie brach die Ausbildung ab und feilte stattdessen an ihrer Social-Media-Karriere.

Instagram/michellemelodyx
Auf Tiktok postet die Influencerin hauptsächlich unterhaltsame Clips, auf Instagram widmet sie sich vor allem Lifestyle-Themen. Die Plattformen sieht sie als Booster für eine TV-Karriere, wie sie gegenüber 20 Minuten sagt. So wurde sie bereits in der SRF-Doku «Generation Selfie» porträtiert.

Auf Tiktok postet die Influencerin hauptsächlich unterhaltsame Clips, auf Instagram widmet sie sich vor allem Lifestyle-Themen. Die Plattformen sieht sie als Booster für eine TV-Karriere, wie sie gegenüber 20 Minuten sagt. So wurde sie bereits in der SRF-Doku «Generation Selfie» porträtiert.

Instagram/michellemelodyx

Darum gehts

  • Anlässlich der Schweizer Digitaltage hat Unicef am Montag einen Livestream mit Schweizer Social-Media-Stars abgehalten.

  • Eine der Influencerinnen ist Michelle Melody aus Zürich mit einer Million Tiktok- und knapp 300’000 Instagram-Followern.

  • 20 Minuten verrät die 18-Jährige, wie es ihr mit der aktuellen Corona-Situation geht – und warum sie gerade ein Onlyfans-Profil eröffnet hat.

Michelle, wie wirkt sich die Covid-19-Pandemie auf dein Influencerinnen-Dasein aus?

Für mich als Influencerin hat die Pandemie auch positive Auswirkungen, denn die Leute sind dadurch mehr online. Während des Lockdown habe ich auf Tiktok rund 100’000 und auf Instagram etwa 50’000 Follower im Monat dazugewonnen. Privat jedoch machen mir die Umstände natürlich zu schaffen.

Womit hast du besonders zu kämpfen?

Ich habe mega Angst um meine Familie. Und im Lockdown fand ich es sehr schwierig, rund um die Uhr zu Hause zu bleiben und jeden Tag dasselbe zu erleben. Ich wurde während dieser Zeit 18 und konnte nicht mal meinen Geburtstag feiern. Seit der zweiten Welle mache ich mir auch vermehrt Sorgen um meine Zukunft.

Inwiefern?

Ich wohne mittlerweile allein. Während des Lockdown habe ich noch mit meinem Mami gewohnt – ausserdem war ich damals noch in einer Beziehung. Ich merke nun, wie einsam man werden kann, und das verängstigt mich. Ich bin ja gerade volljährig geworden, und das Leben sollte jetzt erst richtig losgehen. Ich will nicht meine ganze Jugend in einer Pandemie verbringen.

Du hast seit einer knappen Woche auch einen Onlyfans-Account. Was ist deine Motivation dahinter?
Auf Onlyfans kann man besser mit seinen Followerinnen und Followern ins Gespräch kommen. Ausserdem erhoffe ich mir natürlich zusätzliches Einkommen.

Mit wie viel Umsatz rechnest du?

Ich habe zurzeit 30 Abonnenten, was ziemlich gut ist für den Anfang. Aber nach fünf Tagen ist es schwierig einzuschätzen, wie sich die Zahlen entwickeln. Ich rechne jedoch mit einer monatlichen Summe im vierstelligen Bereich.

Wie weit würdest du auf Onlyfans in Sachen Freizügigkeit gehen?

Da die Seite erst ab 18 ist, finde ich es völlig in Ordnung, auch ein wenig Haut zu zeigen – solange die Fotos auch ästhetisch wirken. Bei Nacktfotos ziehe ich aber klar eine Grenze. Das ist nicht meins.

Hast du dort auch schon unangenehme Nachrichten bekommen?

Man hört halt Sachen wie «Du hast so einen geilen Arsch» oder die Leute schreiben dir und fragen, ob du ihnen privat für zusätzliches Geld Nacktfotos schickst. Es ist ein wenig so, wie im Ausgang von einem Betrunkenen angemacht zu werden – aber damit muss man auf Onlyfans wohl rechnen.

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