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Mario Gavranovic«Ich will nicht nur zwei Minuten spielen»

Riesen-Wirbel um Mario Gavranovic: Der Nati-Neuling wurde in Feusisberg von Fans und Medien belagert. Gegen Bulgarien will er als Dank Tore schiessen.

von
Herbie Egli

Nati-Neuling Mario Gavranovic will im A-Team für Furore sorgen. (Video: 20 Minuten Online)

Als wäre ein Popstar im Teamhotel der Schweizer Fussballnati in Feusisberg abgestiegen. Mario Gavranovic musste - oder durfte - bei seiner Ankunft den Fans Autogrammwünsche erfüllen. Danach begab sich der 21-jährige Stürmer mit Tessiner Wurzeln ins Gebäude-Innere und stand den Medien Red und Antwort. «Ich bin sehr zufrieden, hier zu sein. Es ist eine grosse Chance, ins A-Team zu kommen. Auch für die Zukunft. Ich hoffe, ich kann der Mannschaft helfen am Samstag», sagte der U21-Spieler bei seinem ersten Auftritt vor den Medien in der «grossen» Nati. Ob er gegen Bulgarien wirklich spielt, weiss Gavranovic heute noch nicht. Er wäre aber bereit und würde damit ein Zeichen setzen, in Zukunft für die Schweiz und nicht für Kroatien aufzulaufen. Dieses Thema mag der 21-Jährige nicht mehr hören. «Ich hoffe, wir sprechen nicht mehr darüber. Ich bin nicht hier, um auf der Bank oder Tribüne zu sitzen. Ich bin da, um zu spielen.»

Gavranovic muss aber wohl oder übel zuerst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Alex Frei und Marco Streller sind im Normalfall bei Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld als Stürmer gesetzt. Wenn er aber eingewechselt wird, dann wird es für den Gegner schwer, verspricht der Nati-Neuling. «Meine Qualität ist im Strafraum. Wenn ich den Ball bekomme, dann ist es gefährlich.» Über sich selbst sagt Gavranovic, dass er nicht ein Stürmer für die Spitze, sondern für die zweite Reihe sei. Er brauche den Raum. Weil er nicht so gross sei, seien Kopfbälle aber nicht seine Stärken.

Gavranovic, das Sprachgenie

Der 21-jährige Tessiner mit kroatischen Wurzeln lernte das Fussball-ABC bei Lugano. Daher spricht Gavranovic ohne grössere Probleme Italienisch. Daneben beherrscht er aufgrund seines Karrierenverlaufs auch noch weitere Sprachen. «Französisch habe ich in der Schule gelernt. Dann spielte ich eineinhalb Jahre bei Yverdon und Xamax. Das ist genug, um eine Sprache zu lernen.» Mit dem Wechsel in die Bundesliga musste er schon wieder eine neue Sprache lernen. «Mein Deutsch war nicht so gut, als ich zu Schalke ging. Jetzt ist es schon etwas besser. Aber ich will noch besser sprechen. Ich mache noch viele Fehler.» Im weiteren spricht Gavranovic auch noch ein bisschen Englisch und beherrscht natürlich die kroatische Sprache.

Gavranovic Tor gegen Valencia

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