Philippinen: «Ich will wissen, wohin die Spenden fliessen»
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Philippinen«Ich will wissen, wohin die Spenden fliessen»

Leserin Olivia Garcia wird mit der Glückskette auf die Philippinen reisen und für 20 Minuten von den dortigen Projekten berichten. Im Interview erzählt sie, worauf sie sich besonders freut.

von
hum

Gemeinsam mit der Glückskette suchte 20 Minuten eine Person, die sich den Umgang mit dem Thema Solidarität in den Projekten auf den Philippinen persönlich anschauen wollte. Rund zwei Dutzend Menschen wollten sich gerne dieser Herausforderung stellen und schickten ihr Solfie (Selfie mit Statement zum Thema Solidarität) ein. Dann hiess es: voten! Mehr als 3000 Leser haben für einen der 25 Kandidaten gestimmt, die mit der Glückskette auf die Philippinen wollten. Die Bündnerin Olivia Garcia hat das Rennen mit 22 Prozent der Stimmen gemacht. Im Oktober wird sie also während acht Tagen auf verschiedenen Inseln der Philippinen Projekte der Glückskette besuchen können und dabei für 20 Minuten Tagebuch führen.

Olivia, würdest du dich als solidarischen Menschen bezeichnen?

Auf jeden Fall! Seit ich auf meinen Reisen ärmere Länder besuche, ist die Solidarität ein Thema, das mich in Anspruch nimmt.

Im Oktober geht es mit der Glückskette auf die Philippinen. Worauf freust du dich?

Ich freue mich sehr! Mich interessieren vor allem die ganzen Projekte, die wir besichtigen werden, und wie das Leben nach dem Taifun Haiyan weitergeht. Ausserdem fühle ich mich mit den Philippinen verbunden.

Warum?

Meine Mutter lebt seit sechs Jahren auf den Philippinen.

Wie zeigt sich die Solidarität in deinem Leben?

Ich bin Behindertenbetreuerin - klar, ist es auch bei uns ein grosses Thema. Für die Menschen mit einer Behinderung ist es vor allem wichtig, von der Gesellschaft akzeptiert zu werden und dazuzugehören. Ausserdem durch mein kleines Hilfsprojekt auf den Philippinen, bei dem ich seit etwa fünf Jahren ca. 100 Personen in zwei Dörfern auf der Insel Negros mit Kleidern und Pflegeprodukten unterstütze.

Wie kam es dazu?

Ich war für sechs Monate bei meiner Mutter auf Negros. Mit dem Hausmädchen Marilou fuhr ich immer am Montag mit dem Töff zum Markt nach Sipalay. Marilou brauchte an diesem Tag dringend neue Hosen und wollte sich beim «Fifth Hand Shop» welche kaufen. Leider konnte sie sich keine dieser Hosen leisten.

Als ich wieder zu Hause in der Schweiz war, startete ich mein Hilfsprojekt. Mittlerweile unterstützen wir drei Sippen in Sipalay und Cantomanyog.

Auf den Philippinen wirst du auch für 20 Minuten berichten - worauf wirst du besonders achten?

In was die vielen Geldspenden investiert wurden. Zudem ist es mir wichtig, zu sehen, wie nachhaltig die Projekte sind - also, ob sie auch längerfristig etwas bewirken können.

Du warst bereits auf den Philippinen. Kennst du eine oder mehrere der Destinationen bereits?

Ich war schon in Manila, im Norden und Süden von Luzon, in Negros, Cebu, Bohol, Mindoro und Panay.

Wow! Du scheinst dich bereits gut auszukennen. Wenn du die Philippinen also in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?

Traumhaft, freundlich, arm.

Nun noch für alle, die gerne dein Hilfsprojekt unterstützen möchten - was kann man tun?

Ich bin für jede Unterstützung dankbar. Zurzeit fehlt es uns vor allem an den Transportkosten der Balikbayan-Boxen und natürlich auch an guterhaltenen Kleidern, Kinderkleidern, Schuhen bis Grösse 39 und Spielsachen würden wir uns freuen.

Wer etwas abzugeben hat, melde sich unter community@20minuten.ch. Wir vermitteln gerne weiter.

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