Brandstifterin: «Ich wollte nie solchen Mist machen»
Aktualisiert

Brandstifterin«Ich wollte nie solchen Mist machen»

Eine 30-jährige Luzernerin steht vor dem Strafgericht: Die psychisch gestörte Frau zündete im vergangenen April vier Gebäude in Basel an.

von
Anna Luethi

Eine Rauch- und Russspur zog sich am 12. April 2010 durch Basel: Innerhalb gut einer Stunde brannte es viermal in Kellern. In der WBS St. Alban, der Akad, der Handelsschule KV und im Elsässertor am Bahnhof SBB war Feuer gelegt worden. Im KV mussten wegen des Brandes mehrere hundert Schüler evakuiert werden. Drei Tage später fasste die ­Polizei den Zünsler beim Wettsteinschulhaus – eine Luzernerin (30), die ihre Taten ihrem Psychiater anvertraut hatte.

Nun muss sich die ein­schlägig vorbestrafte Frau unter ­anderem wegen mehr­facher qualifizierter Brandstiftung und mehrfachen Versuchs dazu vor Gericht verantworten. «Es gab in der Fantasie vorgestaltete Tat-Drehbücher – stieg der Druck an, mussten diese realisiert werden», so der sachverständige Psychiater. Die Frau leidet seit Jahren an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, war seit 2004 immer wieder in ­Psychiatrien. Nach einer Sitzung bei ihrem Basler Therapeuten sei es ihr am Tattag nicht gut gegangen.

«Diesen Mist hat es einfach mit mir gemacht, ich wollte das nicht», sagte sie vor Gericht. Seit ihrer Festnahme sitzt sie im Waaghof, wo sie weiter therapiert wird. Das Urteil wird für den Donnerstag erwartet.

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