Stein AG: «Ich wollte über die Strasse und dann sah ich die Leitplanke»

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Stein AG«Ich wollte über die Strasse und dann sah ich die Leitplanke»

Etwa 70 Meter vom Bauamt entfernt ist einer Anwohnerin aufgefallen, dass der Zebrastreifen, den sie regelmässig nutzt, in einer Leitplanke endet. Das Bauamt der Gemeinde erklärt, was dahinter steckt.

von
Steve Last
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In Stein hat ein News-Scout diesen Zebrastreifen für Hürdenläufer gesehen und fotografiert.

In Stein hat ein News-Scout diesen Zebrastreifen für Hürdenläufer gesehen und fotografiert.

20min/News-Scout
So sah die Stelle aus, bevor die Leitplanke geschlossen wurde.

So sah die Stelle aus, bevor die Leitplanke geschlossen wurde.

Gemeinde Stein AG
Inzwischen ist der Zebrastreifen verschwunden. Die Entfernung des Fussgängerstreifens war ein Wunsch aus der Bevölkerung, die den Standort mitten in einer Kurve als gefährlich empfand.

Inzwischen ist der Zebrastreifen verschwunden. Die Entfernung des Fussgängerstreifens war ein Wunsch aus der Bevölkerung, die den Standort mitten in einer Kurve als gefährlich empfand.

Gemeinde Stein AG

Darum gehts

  • In der Fricktaler Gemeinde Stein führte ein Fussgängerübergang direkt in eine Leitplanke.

  • Der Zebrastreifen sollte aufgehoben werden, weil dieser von der Bevölkerung als zu gefährlich kritisiert wurde.

  • Es sei aber nicht möglich gewesen, gleichzeitig die Markierung aufzuheben und die Leitplanke an der betreffenden Stelle anzubringen.

«Ich wollte über die Strasse und dann sah ich die Leitplanke», wundert sich ein News-Scout aus Stein AG. Die frisch montierte Leitplanke auf der Münchwilerstrasse in der Fricktaler Gemeinde scheint am Ende des Zebrastreifens falsch platziert. Oder sollte der Fussgängerübergang etwa gar nicht da sein?

Die Steinerin sorgt sich um die Sicherheit an der Stelle. «Auf der Strasse ist Tempo 50 und davor eine Kurve», sagt sie. «Für Kinder ist das gefährlich.» Es sei denkbar, dass Kinder versuchten, die Strasse zu überqueren, und dann nicht über die Leitplanke kämen. Dann wären sie auf der Fahrbahn gefangen und für ein aus Norden kommendes Auto nur schwer zu sehen.

Bevölkerung kritisierte gefährlichen Übergang

Tatsächlich solle der Zebrastreifen aufgehoben werden, wie André Müller von Bau und Planung Stein bestätigt. «Die Bevölkerung empfindet die Stelle ohnehin als zu gefährlich und hat an einer Gemeindeversammlung angeregt, die Situation zu entschärfen», sagt er. Darum werde der Übergang entfernt. In der Nähe gebe es zwei weitere, die gut genutzt würden. 

Laut Müller war es aber nicht möglich, gleichzeitig die Leitplanke zu montieren und die Markierung zu entfernen. Darum bestehe diese Woche, seit Dienstag und längstens bis Freitag, diese kuriose Situation. Auf der Seite des Sportplatzweges sei am Mittwoch ein Blumentopf hingestellt worden, um die Passantinnen und Passanten am Betreten des Strassenraumes zu hindern. Bei Fragen dürfe man sich gerne direkt an Bau und Planung wenden. «Wir beissen nicht», merkt er an. Zudem habe die Gemeinde Stein in den sozialen Medien vorgängig über die Massnahmen informiert.

«Gewünschter Zustand hergestellt»

Die Gefahr an der Stelle wolle Müller nicht herunterspielen, wie er sagt. «Es ist nicht ideal, das wissen wir und das hat auch die Bevölkerung erkannt», sagt er. Nun, während der Schulferien und nach der Fertigstellung des provisorischen Fusswegs auf der Nordseite der Münchwilerstrasse, sei aber ein guter Zeitpunkt, den Übergang aufzuheben. Der Fussverkehr sei viel geringer als während der Schulzeit. Und solange die Markierung am Boden vorhanden sei, müsse der Autoverkehr ohnehin die entsprechende Sorgfalt und Vorsicht walten lassen.

Am Freitag waren die Demarkierungsarbeiten dann abgeschlossen und die entsprechende Beschilderung angepasst. «Wir können vermelden, dass die Situation bereinigt und der gewünschte Zustand hergestellt ist», teilte Müller mit.

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