Kerstin Cook: «Ich wünsche ihr ein besseres Jahr»
Aktualisiert

Kerstin Cook«Ich wünsche ihr ein besseres Jahr»

Am kommenden Samstag reicht Miss Schweiz Kerstin Cook ihr Krönchen weiter. Nun zieht sie Bilanz. Ein Gespräch über Geld, Grippen und Gewichtsprobleme.

von
Bettina Bendiner

(Video: Debby Galka; Interview: Bettina Bendiner)

Mit welchen Gefühlen blickst du auf dein Miss-Jahr zurück?

Kerstin Cook: Ehrlich gesagt mit gemischten: Ich hatte ein gutes Jahr und sehr viele schöne Dinge erlebt. Zugleich wars auch ein schweres Jahr. Nicht nur wegen der negativen Schlagzeilen anfangs. Bei mir war alles irgendwie anders. Ich habe aber mehr positive Erinnerungen als negative Erinnerungen.

Bist du amtsmüde?

Nein. Aber ich habe akzeptiert, dass mein Jahr rum ist. Ich freue mich darauf, meinen eigenen Weg zu gehen. Schade ist, dass das Jahr so schnell vorbeiging. Doch ein Jahr als Miss Schweiz reicht auch. Jetzt warten neue spannende Projekte, darauf freue ich mich. Nichts ist fertig.

Du hast ja Lust aufs Ausland?

Auf jeden Fall. Es gibt Agenturen, die mich bei der Miss-Universe-Wahl toll fanden. Bei nächster Gelegenheit fliege ich nach New York und Brasilien.

Tut es dir weh, dass du weniger verdient hast?

Nein, eigentlich nicht. Weil ich ja immer noch sehr viel verdient habe und wohl nie wieder in einem Jahr so viel verdienen werde. Einen Teil will ich spenden.

Hast du einen Wunsch für dich selber?

Eigentlich nicht. Ich bin glücklich und habe alles, was ich brauche. Da schenke ich es lieber anderen Leuten. Meine Eltern schicke ich sicher noch in den Urlaub.

Wie hat sich deine Beziehung zu deinem Freund verändert?

Wir sind stärker geworden. Und immer sicherer, dass wir zusammengehören. Die schlechten Schlagzeilen haben Silvan und mich zusammengeschweisst. Verlobt sind wir aber nicht. (lacht)

Du bist so dünn geworden. Wieso?

Ich bin nicht magersüchtig (lacht). Wir haben viel und gut gegessen in Brasilien. Ich habs einfach nicht vertragen und hatte während drei Wochen Durchfall.

Der Druck wars also nicht ...

Nein, die meisten Missen waren schön kurvig. Deswegen war ich nicht unter Druck. Ich wiege zwischen 57 und 58 Kilo und damit zu wenig. Sorgen muss man sich keine um mich machen. Ich will auf keinen Fall so dünn bleiben.

Was hast du geplant?

Eigentlich nichts. Ich esse einfach normal weiter. Das Essen zuhause vertrage ich ja wieder, dann korrigiert sich das automatisch.

Verletzen dich Magersuchtsgerüchte?

Die meisten wissen gar nicht, was das bedeutet. Das ist eine Krankheit. Ich war mir immer bewusst, was mit meinem Gewicht ist. Ich weiss, dass ich jetzt dünn bin. Mir ist wichtig, richtig zu essen und Sport zu treiben. Daran halte ich fest. Man darf auch mir mal eine Darmgrippe gönnen (lacht).

Wie gefallen dir die neuen 12 Kandidatinnen?

Es sind hübsche Mädchen mit guten Körpern. Eine Favoritin habe ich wirklich nicht. Es gibt für mich keine, die besonders raussticht. Alle sind für mich auf dem gleichen Niveau, jede hat etwas Spezielles.

Was wünschst du deiner Nachfolgerin?

Ich hoffe, die nächste Miss Schweiz hat ein besseres Jahr als ich. Und dass sie am Anfang nicht so heftig unter die Räder kommt wie ich. Das die Schweiz sie unterstützt und hinter ihr steht.

Dein Rat an die Neue?

Sie darf sich nicht verbiegen lassen und sich nicht alles zu Herzen nehmen. Es gibt manche, die mögen einen nicht, dafür tun es andere umso mehr.

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