«Ich wünsche niemandem zu erleben, was ich durchgemacht habe»
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«Ich wünsche niemandem zu erleben, was ich durchgemacht habe»

Nach den tödlichen Schüssen auf einen elfjährigen Jungen in Liverpool haben dessen Eltern die Öffentlichkeit in einer emotionalen Pressekonferenz um Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens gebeten.

«Wenn jemand weiss, wer es getan hat, meldet euch», sagte der Vater des getöteten Rhys Jones. Die Mutter forderte den Täter auf, sich zu stellen. Zwei Verdächtige im Alter von 14 und 18 Jahren, die von der Polizei festgenommen worden waren, wurden am Donnerstagabend nach ihrer Vernehmung gegen Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt.

Rhys Jones wurde am Mittwochabend von einem Fahrradfahrer erschossen, als er mit Freunden auf einem Parkplatz Fussball spielte. Die Polizei beschrieb den Täter als Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren.

Jones' Eltern erklärten, ihr Sohn habe keiner Jugendbande angehört, sein ganzes Interesse habe dem Fussball gegolten. Vater Stephen erklärte, eine solche Tat dürfe in England nicht passieren. «Ich wünsche niemandem zu erleben, was ich gestern durchgemacht habe - durch diesen Raum zu gehen und meinen Sohn in Blutlachen liegen zu sehen, um sein Leben kämpfend», sagte der 44-Jährige. Seine Frau Melanie beschrieb, wie der Trainer ihres Sohnes bei ihr erschienen sei und sie in sein Auto gedrängt habe, weil auf ihren Sohn geschossen worden sei. Bis sie bei dem Jungen eintraf, war er bereits bewusstlos.

Nachbarn und Freunde hielten am Abend eine Mahnwache zum Gedenken an den Getöteten ab, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. (dapd)

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