Mark Ronson: «Ich wünschte, Amy wäre noch unter uns»
Aktualisiert

Mark Ronson«Ich wünschte, Amy wäre noch unter uns»

Starproduzent Mark Ronson spricht im Interview mit 20 Minuten über seine neue Platte und über seine Trauer um Amy Winehouse.

von
Marlies Seifert

Bruno Mars und Stevie Wonder auf einem Album. Das schaffen wohl nur Sie.

Dass Stevie Wonder auf meinem Album zu hören ist, kann ich selbst kaum glauben. Nach einem Brief an sein Management hörte ich monatelang nichts. Als ich dann zum Abschluss der Produktion die Aufnahme bekam und sie mir anhörte, kamen mir die Tränen.

Dabei warten die Stars doch nur auf Ihren Anruf?

Nein, es ist nicht so, dass ich mit Katy Perry und Iggy Azalea auf Snapchat rumhänge. Eigentlich habe ich ein ziemlich überschaubares Netzwerk.

Dazu gehören Adele, Lily Allen und Paul McCartney. Auf welche Arbeit sind sie am stolzesten?

Auf diesem neuen Album habe ich persönlich am meisten geleistet. Aber «Back to Black» von Amy Winehouse ist sicherlich das Album, das die Menschen am meisten berührt hat.

Hätten Sie gerne ein weiteres Album mit ihr aufgenommen

Ja, klar. Wir hatten eine tolle Beziehung und waren bis zu ihrem Tod befreundet. Aber wer weiss, vielleicht wäre im Studio die Chemie zwischen uns nicht mehr die gleiche gewesen. Ich schätze mich glücklich, dieses eine Album mit ihr zu teilen. Es machte sie zur Legende.

Tröstet Sie das?

Ja, man muss nur durch Camden Town fahren und sieht, wie sie verehrt wird, ähnlich wie Kurt Cobain oder John Lennon. Ihr Gesicht ist auf Wandmalereien und T-Shirts. Menschen finden in ihrer Musik Halt. Trotzdem wäre es mir lieber, sie wäre noch da.

«Uptown Special» von Mark Ronson erscheint am 16. Januar. Auf 20minuten.ch können Sie das neue Album bereits jetzt exklusiv auf Soundcloud hören:

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