Fall Mörgeli : «Ich würde gerne wieder zurück an die Uni»
Aktualisiert

Fall Mörgeli «Ich würde gerne wieder zurück an die Uni»

Nach dem Rücktritt des Uni-Rektors wird die Kündigung der Stellvertreterin am Medizinhistoren Institut aufgearbeitet. Iris Ritzmann und ihr Vater sind froh darüber.

von
som

«Ich bin sehr erleichtert, dass man jetzt genau aufarbeiten will, wie es zu meiner Kündigung gekommen ist», sagt Iris Ritzmann (51) im Interview mit 20 Minuten. Die stellvertretende Direktorin des medizinhistorisches Instituts und Museums ist wegen des Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung im Fall Mörgeli seit einem Jahr freigestellt, nachdem sie und ihr Mann die Nacht auf den 15. November 2012 in U-Haft verbracht hatten. Ritzmann soll vertrauliche Informationen und ihren persönlichen Log-in an Journalisten weitergeben haben.

Ende Oktober 2013 hat sie die Uni entlassen. Immerhin verzichtet die neue Unileitung auf die Rückforderung der Lohnzahlung für die Zeit der Freistellung, wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde. «Das entlastet mich zumindest finanziell», so Iris Ritzmann. Am liebsten würde sie aber wieder zurück an ihren alten Arbeitsplatz.

«Sicher sind noch andere Hintermänner im Spiel»

Dies hofft auch ihr Vater Franz Ritzmann (84). Der emeritierte Wirtschaftsprofessor hatte sich Mitte Oktober an die Medien gewandt und eine lückenlose Aufklärung gefordert. Im Videointerview sagt er: «Meine Tochter hat immer im Interesse der Uni gehandelt.»

Dass der Uni-Rektor Andreas Fischer zurücktritt begrüsst er: «Er hat Fehler gemacht und ist der Situation nicht gewachsen.» Franz Ritzmann glaubt, dass noch einige Hintermänner im Spiel gewesen sind: «Bei der Untersuchung werden sicher noch andere Namen fallen.»

Hier finden Sie das Interview mit Franz Ritzmann:

Hier finden Sie das Interview mit Franz Ritzmann:

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