Johnny Depp: «Ich würde John Lennon uploaden»

Aktualisiert

Johnny Depp«Ich würde John Lennon uploaden»

Im Thriller «Transcendence» wird Johnny Depp zu seiner eigenen Erfindung. Der Hauptdarsteller verrät 20 Minuten, warum ihm diese Technikbesessenheit Angst einjagt.

von
Raya AbiRached

«Transcendence» startet am 24. April 2014 in den Deutschschweizer Kinos.

Johnny Depp, Sie spielen einen Mann und dessen virtuelle Version. Wie kommt das?

Meine Filmfigur arbeitet gerade an einer künstlichen Intelligenz, als er tödlich verletzt wird. Seine Frau muss in kürzester Zeit entscheiden, was zu tun ist, und lädt sein Bewusstsein in einen Computer hoch. «Transcendence» verbindet Science-Fiction mit einer Liebesgeschichte.

Sie wirken, als würden Sie lieber auf einer einsamen Insel statt in einem Computer stranden.

Auf jeden Fall (lacht). Einfach zu verschwinden, ist sicher besser.

«Transcendence» wirft spannende Fragen auf, ohne Antworten zu geben …

Ja. Ich hoffe die Zuschauer gehen mit dem Gefühl aus dem Kino, dass sie solche technischen Möglichkeiten eines Tages noch sehen werden. Wir sollten sie gut überdenken, denn irgendwann können wir diese Wahl vielleicht treffen.

Was bedeuten Ihnen Technologien im Alltag?

Wir sind süchtig danach. Wo wir auch hingehen, überall trägt jemand ein Gerät bei sich. Das ist schon jenseits von Besessenheit. Wir beherrschen nicht die Technik, sondern sie uns. Einige neue Möglichkeiten sind grossartig, aber andererseits finde ich so viel Macht beängstigend.

Welches Gehirn würden Sie uploaden? Tim Burtons?

Für Tims Gehirn wäre viel Raum nötig, sogar viele verschiedene Räume. Wenn ich jeden wählen könnte, würde ich John Lennon uploaden. Dann hätte ich Gelegenheit, mal mit ihm zu reden.

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