Antonella Patitucci: «Ich wurde selbst mehrmals gestalkt»
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Antonella Patitucci«Ich wurde selbst mehrmals gestalkt»

In einem Instagram-Video äussert sich Antonella Patitucci zum inszenierten Stalking-Vorfall. Dabei räumt sie auch Fehler ein.

von
bz

Sie habe die Stalking-Opfer nicht blossstellen wollen, betont Influencerin Antonella Patuticci in ihrem Instagram-Video. (Video: Instagram)

Nach dem Aufruhr über den inszenierten Stalking-Vorfall im Rahmen einer Kampagne für Stalking-Opfer meldete sich die Protagonistin auf ihrem Instagram-Account zu Wort. Es gehe in der Kampagne nicht um sie oder dass sie die echten Stalking-Opfer habe blossstellen wollen, bekräftigt Antonella Patitucci. «Die wahren Opfer sagen mir alle danke.» Und die Influencerin verrät: «Ich wurde mehrmals gestalkt.»

Jeder, der selbst schon einmal Opfer von Stalking geworden sei, wisse, wie frustrierend es sei, mangels Strafbestand nichts dagegen machen zu können. Sie gebe für den Kampf um einen Strafbestand für Stalking ihren Kopf her. «Wenn alle diese Message verstehen würden, könnten wir eine riesige Petition einreichen, und es würde sich endlich etwas ändern», ruft sie ihre Follower auf.

«Konnte Team nicht kontrollieren»

Die Kampagne namens Netzschatten entstand in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Diese fordert in einer Petition einen Strafbestand für Cyber-Stalking. Patitucci steht aber zugleich dazu, dass die Herangehensweise an das Thema falsch gewesen sei. «Im Hintergrund gab es ein riesiges Team, das ich nicht kontrollieren konnte.»

Die Fake-Accounts, die teilweise auch sexistisch seien, habe sie nicht selbst erstellt, so die Influencerin. «Auch die dämonischen Gesichter im Video habe ich nicht inszeniert.» Geplant gewesen sei, die Kampagne erst am Dienstag aufzulösen. «Am Sonntagabend setzte ich aber einen Stopp und ging offline.» Sie habe sich dafür eingesetzt, dass die Kampagne früher aufgelöst werde.

Zum Schluss nimmt Patitucci die Influencer in die Pflicht. Jetzt hätten diese die Möglichkeit, ihre Reichweite zu nutzen und die Kampagne zu unterstützen, betont sie.«Ich finde es mega schade, dass jetzt die Leute, die sonst immer so nett sind und etwas wollen, nichts Gutes machen. Es zeigt einfach wieder mal ganz viel.» Ob es denn so sei, dass immer zuerst jemand sterben oder etwas explodieren müsse, damit ein Thema ernst genommen werde, fragt sie. Eine Interview-Anfrage von 20 Minuten lehnte Patitucci ab.

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