Ueli Maurer - «Wusste nicht, in welchem Zusammenhang das Leibchen gebraucht wird»
Aktualisiert

Ueli Maurer«Wusste nicht, in welchem Zusammenhang das Leibchen gebraucht wird»

Bundesrat Ueli Maurer hat sich zu seinem Auftritt im «Freiheitstrychler»-Shirt geäussert. Es sei keine Provokation gewesen, sagt der Bundesrat.

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Ueli Maurer wusste laut eigenen Angaben nicht, was das «Freiheitstrychler»-Shirt für eine Bedeutung habe.

Ueli Maurer wusste laut eigenen Angaben nicht, was das «Freiheitstrychler»-Shirt für eine Bedeutung habe.

20min/Matthias Spicher
Er sagt, dass er mit dem «Freiheitstrychler»-Foto nicht provozieren wollte.

Er sagt, dass er mit dem «Freiheitstrychler»-Foto nicht provozieren wollte.

20min/Celia Nogler

Bundesrat Ueli Maurer hat sich gegenüber «CH Media» zu seinem Auftritt im «Freiheitstrychler»-Shirt geäussert. Er habe das Shirt aus «reinem Zufall» angezogen und es nur etwa fünf Minuten angehabt. «Das war keine Provokation, nur schon deshalb nicht, weil ich gar nicht wusste, in welchem Zusammenhang dieses Leibchen offenbar gebraucht wird», sagt Maurer gegenüber der Zeitung.

Er kenne die «Freiheitstrychler» nur von SVP-Anlässen. «Dort hat es immer wieder Leute mit solchen Leibchen gegeben», sagt er zu «CH Media». Maurer betont, dass er am Anlass, wo das Foto entstand, zum Impfen aufgerufen habe.

Maurers Aktion ist umstritten

Das Shirt ist ein Erkennungsmerkmal der «Freiheitstrychler», die an Corona-Massnahmen-Demos oft an vorderster Front mitlaufen. Auf Maurer hagelte es nach seinem Auftritt im Shirt Kritik. «Wenn ein Bundesrat mit dem Symbol der Massnahmen- und Impfkritiker und -kritikerinnen posiert, wird er seinem magistralen Auftrag nicht mehr gerecht», sagte etwa Dominique de Quervain, Ex-Mitglied der Covid-Taskforce.

Unterstützung bekam der Finanzminister von SVP-Nationalrätin Therese Schläpfer. Sie findet die Kritik übertrieben: «Das ist aus meiner Sicht gesucht.» Maurer habe lediglich an einer Veranstaltung mit Teilnehmenden posiert: «Er hat sich nicht massnahmenkritisch geäussert.» Schläpfer warnt vor einer Vorverurteilung des Bundesrats. «Man sollte zuerst mal mit ihm das Gespräch suchen.»

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(mur)

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