Swissporarena: ID-Pflicht löst grosse Fan-Debatte aus
Aktualisiert

SwissporarenaID-Pflicht löst grosse Fan-Debatte aus

Die Luzerner Fans boykottierten am Sonntag das Spiel gegen den FC Zürich. Die Meinungen der 20-Minuten-User dazu sind geteilt.

von
Irene Reis/Urs Häfliger
Fan-Boykott: FCL-Fans vor dem Fanlokal anstatt im Stadion.

Fan-Boykott: FCL-Fans vor dem Fanlokal anstatt im Stadion.

Der Boykott hunderter FCL-Fans am Heimspiel vom Sonntag gegen die künftige ID-Pflicht hat unter den Online-Usern von 20 Minuten eine hitzige Debatte ausgelöst. Die Anzahl Verfechter und Gegner der ID-Pflicht sind relativ ausgeglichen. Von 97 Kommentaren sprechen sich 47 für eine ID-Kontrolle aus. 50 sind gegen die ID-Pflicht und verschärfte Kontrollen.

«Jeder unbescholtene Bürger hat kein Problem, seine ID vorzuweisen, sei es beim Stadioneingang, beim Eintritt in eine Disco oder beim Kauf von Alkohol», argumentiert Befürworter Roger. ID-Gegner Marco versteht dieses Argument, verweist aber auf den Datenmissbrauch: «Zwischen zeigen und scannen lassen sind Welten.»

Weiterer Boykott erwartet

Fakt ist: die United Supporters Luzern rufen zum Boykott des nächsten Heimspiels gegen Thun auf. Warum die Polizei auf der ID-Pflicht beharrt, obwohl Fans und sogar Vereinsleitung dem kritisch gegenüberstehen, blieb gestern auf Anfrage unbeantwortet.

Im Kanton St. Gallen, ebenfalls im Hooligankonkordat beigetreten, existieren noch keine Auflagen: «Wir haben noch nichts unternommen, da das Hooligan-Konkordat erst ab der neuen Saison umgesetzt wird. Wir wissen vorläufig nicht, welche Massnahmen umgesetzt werden», erläutert Benjamin Lütolf, Mediensprecher der St. Galler Stadtpolizei.

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