Idee: Tiefe Autonummern sollen versteigert werden
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Idee: Tiefe Autonummern sollen versteigert werden

400 000 Franken verdient Bern mit dem Verkauf von Auto-Schildern. Mehr Umsatz wäre mit Versteigerungen zu machen. Die Berner denken ernsthaft darüber nach.

Tiefe Autonummern sind zwar immer noch gefragt. «Doch jetzt herrscht ein Run auf persönliche Nummern», sagt Hansulrich Kuhn vom Berner Strassenverkehrsamt: Geburts- oder Hochzeitsdatum als Autonummer – die Leute sind flexibel.» Mit den Wunsch-Nummern verdient der Kanton jährlich rund 400 000 Franken. Höchstpreis für ein Schild: 3500 Franken. Würde Bern die Schilder nicht nur zum Fixpreis anbieten, sondern spezielle Nummern versteigern, wäre mehr drin. «Wir überlegen uns das», sagt Kuhn.

BE 1 würde einen Rekordpreis bringen. Ist aber nicht zu haben: Seit fast 20 Jahren ist die «Number One» an einem Wagen der Nova Taxi angeschraubt. Täxeler Jerry Barciak: «Mit dem BE 1 zu fahren ist schon etwas Besonderes.» Die Firma ergatterte das Schild, als Jura ein eigener Kanton und dadurch BE 1 frei wurde. Gratis.

Da ging dem Staat ein Riesengeschäft durch die Lappen: Kürzlich zahlte ein Solothurner 8000 Franken für SO 58. Solothurn versteigert seit letztem Oktober Autonummern im Internet. «Wir verdienen mit den Schildern rund eine halbe Million Franken im Jahr», sagt Peter Hess, Chef der Motorfahrzeugkontrolle.

Andrea Abbühl / Philipp Probst

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