Aktualisiert 14.06.2004 21:24

Idee: Zürcher EM-Spiele ins Joggeli-Stadion holen

Der Streit um das Zürcher Stadion soll von Basel dafür verwendet werden, die Vorzüge der Region zu preisen: Dies fordert die Junge Basler FDP.

«Wir sehen die Möglichkeit, bei einem so prestigeträchtigen Streit und einer so viel beachteten Veranstaltung wie der EM 2008 die Region Basel wieder als agilen Wirtschaftsstandort bekannt zu machen», sagte gestern Tobias Fischer, Sprecher der Jungfreisinnigen. Markus Grollimund, Sekretär des Erziehungsdepartements, weist den versteckten Vorwurf zurück: «Basel ist agil: Das Stadion wird ja bereits ausgebaut und aufgestockt.»

Die Jungfreisinnigen fordern zudem, dass sich Basel Tourismus als Schnittstelle für allfällige Zusatzspiele einbringt. Bei Basel-Tourismus sieht Präsident Daniel Egloff keinen Handlungsbedarf: «Wir schalten uns erst ein, wenn die Stadt nichts unternimmt.» Das federführende Sportamt will jedoch laut Leiter Andrea Müller die Zürcher Situation nicht ausnutzen: «Die Stadt hat bereits sechs Spiele nach Basel geholt, darunter das Eröffnungsspiel.»

Sollten die drei Zürcher Spiele umverteilt werden, sei der St.-Jakob-Park bereit, mindestens ein Spiel aufzunehmen, so Christian Kern, CEO von Basel United: «Wir wären problemlos dazu in der Lage. Entscheiden müsste jedoch die Uefa.»

(lvi)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.