Identität von Messner-Bruder bestätigt
Aktualisiert

Identität von Messner-Bruder bestätigt

Bei der im Juli am Nanga Parbat gefundenen Leiche handelt es sich um die des Bruders von Extrembergsteiger Reinhold Messner.

DNA-Analysen am Institut für Gerichtsmedizin in Innsbruck hätten die Identität des 1970 verunglückten Günther Messner eindeutig bestätigt, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag. «Meine Geschichte ist endlich bewiesen», wurde Messner bei der Vorstellung der Ergebnisse in Tirol zitiert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der untersuchte Zehenknochen des Toten von Messners Bruder stamme, sei um 17,8 Millionen höher als dass er von einer fremden Person sei, sagte Walther Parson von der Gerichtsmedizin. Messner hatte zur Untersuchung insgesamt vier Gewebeproben aus Pakistan mitgenommen. Medien haben ihm vorgeworfen, die DNA-Proben illegal nach Österreich geschmuggelt zu haben. Er habe kein schlechtes Gewissen, dass er die Proben aus Pakistan ausgeführt habe, sagte Messner laut APA. «Für mich ist das legitim, auch wenn ich nicht alle Regeln der Kunst beachtet habe.»

Er selbst habe die Bestätigung durch die DNA-Tests gar nicht gebraucht, sagte Messner weiter. Die Untersuchungen habe er lediglich «zur Absicherung nach aussen» machen lassen. Günther war vor 35 Jahren beim gemeinsamen Abstieg der beiden Brüder vom Gipfel des Nanga Parbat ums Leben gekommen. Über den genauen Ablauf des Geschehens gibt es unterschiedliche Darstellungen.

Ehemalige Bergsteigerkollegen warfen Messner laut APA vor, seinen erschöpften Bruder alleingelassen zu haben. Messner hatte immer beteuert, er sei mit seinem Bruder gemeinsam abgestiegen. Dieser sei vermutlich von einer Eislawine erfasst worden. Dafür habe auch der Fundort der Leiche gesprochen, hatte Messner den Angaben zufolge wiederholt erklärt. (dapd)

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