Basel: IG bekämpft Lärm, Littering und Drogen

Aktualisiert

BaselIG bekämpft Lärm, Littering und Drogen

Während den ersten frühlingshaften Tagen wird am Rhein wieder gechillt und gefeiert. Eine Gruppierung will nun gegen Littering und Lärm an der Promenade vorgehen.

von
Jeanne Dutoit
Die ersten warmen Tage am Rhein bedeuten auch mehr Abfall. (jd)

Die ersten warmen Tage am Rhein bedeuten auch mehr Abfall. (jd)

Das Szenario ist wohl jedem Basler bekannt: Sobald sich der Sommer ankündigt, pilgern die Leute mit Bier und Grill im Gepäck ans Rheinufer. Am Morgen danach erinnern nur noch die leeren Dosen, gebrauchte Einweg-Grills und Scherben an die vergangene Partynacht. «Wenn es sonnig ist, bleiben auf der rechten Rheinseite schon mal rund 2,5 Tonnen Müll liegen», so Heinz Ackermann, Stv. Leiter der Stadtreinigung Innenstadt.

Dieser Abfallproblematik will nun eine Interessensgemeinschaft ein Ende bereiten. Rund 120 Anwohner der Rheinpromenade haben sich der IG Unterer Rheinweg bereits angeschlossen. Ihre Anliegen beschränken sich jedoch nicht nur auf die Bekämpfung von Littering. Auch «unkontrolliertes» Grillieren und Drogenhandel wollen die Mitglieder unterbinden. «Wir stehen in Kontakt zur Staatsanwaltschaft», so Christoph Ettlin, Gründer der IG Unterer Rheinweg.

Dem Kampf gegen Drogenhandel wurde aber soeben ein Stein in den Weg gelegt: Ein Bundesgerichtsurteil verunmöglicht verdeckte Scheinkäufe im Drogenmilieu. «Dies ist für uns nicht so sinnvoll – die Arbeit am Rheinufer wird dadurch behindert», so Kriminalkommissär Markus Melzl.

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