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IG Freie See- und Flussufer Kanton Bern löst sich auf

Die Interessengemeinschaft Freie See- und Flussufer Kanton Bern löst sich nach 20-jähriger Tätigkeit auf.

Ihr Einsatz für eine gute Umsetzung des See- und Flussufergesetzes sei erfolgreich gewesen, doch die Realisierung befriedige noch nicht.

Der langjährige Präsident der IG, Michael Kaufmann teilte am Dienstag mit, es habe die IG als Hüterin des 1982 von den bernischen Stimmberechtigten angenommenen Gesetzes gebraucht. Viele Gemeinden und Grundeigentümer hätten das Gesetz ausbremsen wollen.

Im Grossen Rat habe es mehrere Vorstösse zu dessen Aufweichung gegeben, wie Kaufmann am Tag der Auflösung der IG rückblickend feststellte. Es sei der IG indessen gelungen, Druck zu machen für sachgerechte Uferschutzpläne. Der gelegentliche Vorwurf der Sturheit habe sie nicht davon abgehalten.

Notfalls habe die IG mit Einsprachen und Beschwerden operiert. Im Falle der Planung in Thun-Schadau sei sie mit Erfolg bis vor Bundesgericht gegangen.

Man habe jedoch in erster Linie die einvernehmliche Lösung angepeilt. In der Tat sei es meist gelungen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, weil die IG soweit möglich Hand zu konstruktiven Kompromissen geboten habe.

Als Beispiele für gelungene Lösungen dank Mitwirkung der IG nennt Kaufmann die Uferwege Niederried-Oberried, Uferwege und Schutzpläne Weissenau, Uferwege Leissigen, Faulensee, Gunten, Stadt Bern, Mühleberg sowie Uferschutz und Uferwege in Sutz-Lattrigen, Ipsach, Erlach und Twann.

Doch auch Wermutstropfen seien zu verzeichnen. Trotz gut gefülltem Fonds für die Umsetzung des Gesetzes werde mancherorts gebremst, oft wegen des Widerstands von Grundeigentümern. Die IG habe nicht die Kompetenz, die Gemeinden zur Realisierung zu verpflichten. Das werde nun zur Aufgabe von Uferschutzverbänden.

(sda)

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