Twenty4tim über Online-Hass – «Ihr habt mich zerstört»

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Abrechnung«Ihr habt mich zerstört» – Twenty4tim über sein Leid mit Hass im Netz

Der Influencer Twenty4tim wird für sein Aussehen und seine Art angefeindet und online fies angegangen. In einem Video rechnet er nun mit seinen Hatern ab.

von
Salvatore Iuliano
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In einem emotionalen Video platzt dem Influencer Twenty4tim der Kragen: «Ihr habt mich zerstört. Mehrmals. Und könnt es immer noch nicht lassen!» 

In einem emotionalen Video platzt dem Influencer Twenty4tim der Kragen: «Ihr habt mich zerstört. Mehrmals. Und könnt es immer noch nicht lassen!» 

Instagram/twenty4tim
Auch für sein Aussehen musste er einstecken: «Ihr habt mir jeden Tag gesagt, dass ich fett bin, auch wenn ihr genau wusstet, dass ich eine Essstörung habe und monatelang damals nichts gegessen habe.»

Auch für sein Aussehen musste er einstecken: «Ihr habt mir jeden Tag gesagt, dass ich fett bin, auch wenn ihr genau wusstet, dass ich eine Essstörung habe und monatelang damals nichts gegessen habe.»

Instagram/twenty4tim
Der 22-Jährige sei ständig Hass-Kommentaren und Anfeindungen in der Öffentlichkeit ausgesetzt. 

Der 22-Jährige sei ständig Hass-Kommentaren und Anfeindungen in der Öffentlichkeit ausgesetzt. 

Instagram/twenty4Tim

Darum gehts

  • Auf Tiktok richtet der Influencer Twenty4tim ein paar ehrliche Worte an seine Hater und macht klar: «Andere Leute hätten sich wahrscheinlich das Leben genommen.»

  • Weiter gesteht der 22-Jährige, an einer Essstörung gelitten zu haben und kurz davor zu sein, wieder an einer zu erkranken.

  • Sein dreiminütiges Video wurde seit Mittwoch über drei Millionen Mal angeschaut.

Er fällt mit seinen Looks auf, ist für Gute-Laune-Content auf Social Media bekannt und begeistert mit schrillen Youtube-Videos zu seiner Musik. Doch für ein Mal schlägt Tim Kampmann alias Twenty4tim ernste Töne an. In seinem neuesten Tiktok-Video berichtet der 22-Jährige von zahlreichen Anfeindungen und Attacken gegen ihn und sein Umfeld. «Ihr habt mich zerstört. Mehrmals. Und könnt es immer noch nicht lassen», sagt er und sorgt damit unter Fans für Entsetzten.

Wie weitgehend das Ausmass effektiv ist, erklärt er weiter: «Ihr habt mir in den letzten Monaten das Essen aus der Hand geschlagen, mir ins Essen gespuckt, meinen Freunden das Bein gestellt – einer hat sich fast die Nase gebrochen –, ihr habt meine Mutter auf offener Strasse beleidigt – als Hurentochter und was weiss ich –, ihr habt meine Wohnung, mein Auto, mein Nummernschild, meine Adresse abgefilmt und online gestellt. Das Video hatte in 24 Stunden zwei Millionen Aufrufe.»

In diesem Video macht Twenty4tim seinem Frust und Leid Luft.

Tiktok/twenty4tim

Weiter erzählt der 22-Jährige, dass er zur Polizei ging und Personenschutz brauchte, weil er sich nicht mehr sicher fühlte. «Wenn ich das Haus überhaupt verlassen habe, habe ich das nicht mehr alleine gemacht.»

«Psychoterror» hat Tim fast in Essstörung gedrängt

Doch nicht nur seine Sicherheit thematisiert Tim in seinem Video. Regelmässig ist er auch Kommentaren zu seinem Äusseren ausgesetzt. «Ihr habt mir jeden Tag gesagt, dass ich fett bin, auch wenn ihr genau wusstet, dass ich eine Essstörung habe und monatelang damals nichts gegessen habe.» Wegen des «Psychoterrors», den er erlitten hat, habe er wieder 26 Kilo zugenommen. «Ich bin fast wieder in der Essstörung drin», meint er.

Kennst du Twenty4tim?

Dennoch wünscht sich der Influencer nur eins: Dass die «Vollidioten», die ihm das Leben zur Hölle gemacht haben, zur Einsicht kommen. Er könne zudem nicht verstehen, warum man ihm seinen Erfolg nicht anerkennen könne. «Mir folgen insgesamt auf allen Plattformen sechs Millionen Leute und trotzdem versucht ihr, mir das Gefühl zu geben, dass ich Abschaum bin und mich keiner mag.» All dies habe bei ihm zu Schreikrämpfen, Panikattacken und depressiven Schüben geführt. «Andere Leute hätten sich wahrscheinlich das Leben genommen», mutmasst er.

«Wann fängt ihr an, eure Träume zu leben?»

Abschliessend findet er klare Worte gegenüber seinen Hatern: «Eine Sache macht euch nämlich zu Opfern. Ihr versucht, immer nur meine Träume zu zerstören und beleidigt mich. Da frage ich mich: Wann fangt ihr an, eure Träume zu leben?» Das Video wurde innert weniger Stunden über drei Millionen Mal angeschaut.

Auf Tiktok hat Twenty4Tim rund 4,1 Millionen Fans, auf Instagram 2,3 Millionen. Für seine dritte Single, welche am 3. Dezember erscheint, reist er gerade durch Deutschland und Österreich, um sich mit seinen Fans zu treffen und mit ihnen das Musikvideo dazu zu drehen. Und auch im Januar könnte er nochmals an Bekanntheit gewinnen. Der angehende Sänger soll nach Australien ins Dschungelcamp einziehen. 

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von (Cyber-)Mobbing betroffen? 

Hier findest du Hilfe:

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Fachstelle Mobbing (kostenpflichtig)

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Hilfe bei Mobbing, Fachstelle für Schulen und Eltern (kostenpflichtig)

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

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