Tote in Basler Hinterhof – «Ihr Tod war ein tragischer Unglücksfall»
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Tote in Basler Hinterhof«Ihr Tod war ein tragischer Unglücksfall»

Im Februar starb A.K. nach dem Sturz vom Balkon ihrer Dachwohnung im Basler Gundeldingerquartier. Ihr Lebenspartner Daniel Höferlin ist jetzt nach fast zehn Monaten Untersuchungshaft entlassen worden.

von
Lukas Hausendorf
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Nach zehn Monaten Untersuchungshaft ist Daniel Höferlin frei. Er wurde am 8. Februar 2021 unter Tatverdacht festgenommen, nachdem seine Freundin A.K.* tot aufgefunden wurde.

Nach zehn Monaten Untersuchungshaft ist Daniel Höferlin frei. Er wurde am 8. Februar 2021 unter Tatverdacht festgenommen, nachdem seine Freundin A.K.* tot aufgefunden wurde.

Privat
A.K. wurde am Morgen des 8. Februar leblos im Hinterhof ihres Wohnhauses an der Dornacherstrasse gefunden.

A.K. wurde am Morgen des 8. Februar leblos im Hinterhof ihres Wohnhauses an der Dornacherstrasse gefunden.

20 Minuten
Höferlin bestritt den Tatvorwurf stets. «Ihr Tod war ein tragischer Unglücksfall», sagt er.

Höferlin bestritt den Tatvorwurf stets. «Ihr Tod war ein tragischer Unglücksfall», sagt er.

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Darum gehts

Nach fast zehn Monaten in Untersuchungshaft ist Daniel Höferlin am Freitag freigelassen worden. Der 49-Jährige wurde verdächtigt, seine Lebenspartnerin A.K. getötet zu haben. Die 39-Jährige wurde am 8. Februar tot im Hinterhof ihres Wohnhauses im Basler Gundeldingerquartier aufgefunden. Höferlin wurde noch am gleichen Tag unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Der ehemalige GZSZ-Schauspieler wurde in Berlin als «Partykönig» prominent. Seine Verhaftung sorgte auch in der deutschen Boulevardpresse für Schlagzeilen.

Höferlin hatte den Tatvorwurf stets bestritten. Über seinen Anwalt Christoph Dumartheray äussert er sich nun zur Haftentlassung. «Ihr Tod war ein tragischer Unglücksfall», sagt er. Der Staatsanwaltschaft wirft er Vorverurteilung vor, der er wehrlos ausgesetzt gewesen sei. «Der Schmerz und die Trauer über den Verlust meiner Lebenspartnerin waren im Untersuchungsgefängnis kaum auszuhalten.»

«Ich will für meine vollständige Rehabilitierung kämpfen.»

Daniel Höferlin

Höferlin hatte schon früher ein Haftentlassungsgesuch gestellt. Ende Oktober wurde dies noch abgelehnt. Weil Höferlin deutscher Staatsangehöriger ist und keinen Wohnsitz in der Schweiz hat, bestehe sowohl Flucht- als auch Verdunklungsgefahr. Das Gericht gab der Staatsanwaltschaft weitere zehn Wochen Zeit für die Anklageerhebung. Jetzt hat der Wind offenbar gedreht. Es war die Basler Staatsanwaltschaft, die nun seine Entlassung verfügt hat.

Die Behörde betont auf Anfrage aber, dass die Untersuchung des Falls noch nicht abgeschlossen sei und das Verfahren nicht abgeschlossen ist. Weitere Auskünfte erteilte sie mit Verweis auf das Amts- und Untersuchungsgeheimnis nicht. Höferlin kündigte an, für seine vollständige Rehabilitierung zu kämpfen. Angesichts der nach wie vor laufenden Strafuntersuchung möchte er sich dazu aber nicht weiter äussern.

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