Zurück in die Heimat: Ikea-Gründer Kamprad verlässt die Schweiz
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Zurück in die HeimatIkea-Gründer Kamprad verlässt die Schweiz

Der reichste Mann Europas, Möbelpionier Ingvar Kamprad, kehrt der Schweiz den Rücken und zieht zurück nach Schweden. Der 87-Jährige macht private Gründe für den Entscheid geltend.

von
bee
Will näher bei Familie und Freunden sein: Ingvar Kamprad kehrt zurück nach Schweden.

Will näher bei Familie und Freunden sein: Ingvar Kamprad kehrt zurück nach Schweden.

Ingvar Kamprad, der Gründer des schwedischen Möbelriesen Ikea, hat angekündigt, die Schweiz verlassen zu wollen. Der 87-Jährige will wieder in Schweden leben, wo er 1926 geboren wurde und seine Karriere begonnen hatte.

«Ich möchte wieder in Schweden leben, um näher bei meiner Familie und meinen Freunden zu sein», sagte er gegenüber der schwedischen Zeitung «Sydsvenskan». Ausschlaggebend für seinen Entscheid war auch der Tod seiner Frau. «Seit meine geliebte Margarete verstorben ist, hält mich immer weniger in der Schweiz.»

Josefine Thorell, Mediensprecherin von Ikea, bestätigt Kamprads Umzugspläne: «Er hat dieses Projekt, den Rest seines Lebens in Schweden zu verbringen», sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Seit den 1970er Jahren lebte Kamprad diskret und zurückgezogen in Epalinges, in den Hängen oberhalb von Lausanne.

Generationenwechsel eingeleitet

Bereits Anfang Juni hatte der erfolgreiche Unternehmer Ikea in die Hände seines Sohnes gelegt. So übernimmt der 44-jährige Mathias Kamprad das Ruder der Inter Ikea Group. «Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Generationenwechsel, den wir seit einigen Jahren vorbereiten», sagte der stolze Vater, der als bescheidener Mensch gilt, damals gegenüber den Medien.

Im Alter von 17 Jahren gründete Kamprad Ikea 1943 in Schweden. Zunächst verkaufte die Firma diverse Konsumgüter, darunter Kugelschreiber, Brieftaschen, Bilderrahmen, Tischdecken, Uhren, Streichhölzer, Schmuck und Nylonstrümpfe. 1958 eröffnete in Älmhult das erste Ikea-Möbelhaus.

Und das Konzept mit den Billig-Möbeln, die von den Kunden zu Hause erst noch selbst zusammengebaut werden müssen, ging auf. Ingvar Kamprad gilt mit einem geschätzten Vermögen von 39 Milliarden Franken als reichster Mensch in Europa.

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