IKRK mit Rekordbudget

Aktualisiert

IKRK mit Rekordbudget

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat sein Budget für 2008 vorgelegt. Für das kommende Jahr rechnet die Organisation mit Ausgaben von über einer Milliarde Franken. Dies ist das höchste Budget in der Geschichte des IKRK.

Es sieht für Operationen vor Ort Ausgaben in Höhe von 932,6 Millionen Franken vor, 89 Millionen Franken mehr als im laufenden Jahr. Für den Sitz in Genf sind 161,5 Millionen Franken geplant. Insgesamt sind dies fast 1,1 Milliarden Franken.

«Es ist wichtiger denn je, dass das IKRK auf die grosse Zahl verschiedener bewaffneter Konflikte - akute und chronische - reagiert», erklärte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger in seinem diesjährigen Appell an die Geber.

In Konflikten seien die Unabhängigkeit und die Neutralität des IKRK wesentlich, um Zugang zu den Opfern zu erhalten.

Hunderttausende Vertriebene

Insgesamt ist das IKRK in 80 Ländern präsent. Die grösste humanitäre Operation ist im Irak; allein dort rechnet das IKRK für 2008 mit Kosten in Höhe von 107 Millionen Franken.

Weitere grosse Brocken sind der Sudan mit 106,4 Millionen Franken und Afghanistan. Dort rechnet das IKRK mit Ausgaben von 60,3 Millionen Franken, was einer Zunahme von einem Viertel im Vergleich zu 2007 entspricht.

Wegen der akuten Krisen in zahlreichen Ländern wie in Kolumbien, im Irak, in der Demokratischen Republik Kongo, Somalia, Sudan und in Sri Lanka seien hunderttausende Menschen vertrieben worden. Flüchtlingen und Vertriebenen zu helfen, sei eine der Prioritäten des IKRK, unterstrich Kellenberger. (sda)

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