Aktualisiert

IKRK weist Vorwüfe aus den USA zurück

IKRK-Präsident Jakob Kellenberger hat von republikanischen US-Senatoren geäusserte Vorwürfe der Parteilichkeit zurückgewiesen.

Er sei zuversichtlich, dass die USA die humanitäre Organisation weiterhin unterstützten, sagte er.

Der Bericht, den das Republican Policy Committee des US-Senats am vergangenen Mittwoch veröffentlichte, scheine das IKRK mit falschen Vorwürfen diskreditieren zu wollen, sagte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf.

Entgegen der Behauptung in dem Bericht habe das IKRK nie US- Soldaten mit Nazis verglichen, sagte Kellenberger. Das IKRK habe auch keine vertraulichen Berichte zuhanden der US-Regierung den Medien zugänglich gemacht.

Gute Beziehung

Die US-Regierung und das IKRK hätten eine vertrauensvolle Beziehung, betonte Kellenberger. Er habe US-Präsident George W. Bush im Februar und Aussenministerin Condoleezza Rice im Februar und im Mai getroffen. Und er sei zuversichtlich, dass die USA weiterhin der grösste Geldgeber des IKRK bleiben werden.

Die USA finanzieren rund einen Viertel des IKRK-Budget, 2004 unterstützten sie die Organisation mit 167 Millionen Franken.

In ihrem Standpunkttext warfen die republikanischen Senatoren dem IKRK vor, Positionen zu verteidigen, die nicht im Interesse der USA seien. Der Kongress und die US-Regierung schuldeten dem amerikanischen Steuerzahler und den US-Soldaten eine Überprüfung der Zuammenarbeit mit dem IKRK, hiess es.

Im vergangenen Jahr waren Teile eines vertraulichen Berichts des IKRK mit Kritik an der Behandlung von Gefangenen im Irak und auf der US-Militärbasis Guantánamo auf Kuba von US-Medien veröffentlicht worden.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.