Detailliert und kurios: Illegale Bar vor Reitschule – Polizei publiziert Liste von beschlagnahmtem Partymaterial

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Detailliert und kuriosIllegale Bar vor Reitschule – Polizei publiziert Liste von beschlagnahmtem Partymaterial

Im April erwischte die Kapo Bern sechs Personen beim unerlaubten Aufbau einer Bar vor der Reitschule. Nun publizierte sie, was sie alles beschlagnahmt hat. Die Gegenstände können abgeholt werden.

von
Lucas Orellano
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Auf dem Vorplatz der Reitschule versuchten mehrere Personen, eine illegale Bar aufzubauen.

Auf dem Vorplatz der Reitschule versuchten mehrere Personen, eine illegale Bar aufzubauen.

20min/Matthias Spicher
Die Polizei verhinderte das.

Die Polizei verhinderte das.

20min/Matthias Spicher
Dabei kontrollierte die Polizei sechs Personen und nahm ihnen Unmengen an Partymaterial ab.

Dabei kontrollierte die Polizei sechs Personen und nahm ihnen Unmengen an Partymaterial ab.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

Am 9. April rückte die Polizei zu einem Einsatz vor der Reitschule in Bern aus. Grund dafür: In den sozialen Medien hatte es zuvor Aufrufe zu einer illegalen Party auf dem Vorplatz gegeben, wie die Kantonspolizei Bern auf Anfrage von 20 Minuten bestätigt. Dabei kontrollierte die Polizei sechs Personen und nahm ihnen Unmengen an Partymaterial ab.

Die ausführliche Liste entdeckt hat die «Berner Zeitung», und zwar im Amtsblatt des Kantons Bern. Sie umfasst insgesamt Hunderte Gegenstände – und ist weiter unten vollständig aufgeführt. Unter anderem hat die Polizei 967 Bierdosen und 75 Flaschen Hochprozentiges beschlagnahmt. Insgesamt dürften es über 500 Liter alkoholische Getränke gewesen sein. Ausserdem sind auf der Liste beispielsweise zu finden: eine Bar, Stromleisten, Lichterketten, Becher, eine Spaghettizange – und zwei Armeeblachen.

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Partymaterial kann abgeholt werden

Wie im Amtsblatt steht, sind die rechtmässigen Eigentümerinnen und Eigentümer der Gegenstände aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden, um einen Termin für die Abholung zu machen. Doch wer nun denkt, er oder sie könne das ausnutzen, um an ein paar kostenlose Flaschen Johnnie Walker, Berliner Luft oder einen 24er-Pack Moretti-Bier zu kommen, täuscht sich.

Denn die Polizei gibt die Gegenstände nicht einfach heraus. «Die Berechtigung an den Gegenständen ist vor der Abholung durch Vorlage von Beweismittel, z. B. Quittungen, nachzuweisen», heisst es im Amtsblatt. Dazu kommen mögliche strafrechtliche Konsequenzen. Die sechs Personen mussten laut «Berner Zeitung» nämlich eine Busse von je 100 Franken bezahlen. Wie es von der Kantonspolizei auf Anfrage von 20 Minuten heisst, wurden sie auch angezeigt. Wegen «Widerhandlungen gegen die städtische Strassennutzungsverordnung» – also, weil sie zuvor keine Bewilligung eingeholt hatten.

Die rechtmässigen Besitzerinnen und Besitzer des Partymaterials haben allerdings noch etwas Zeit, sich das zu überlegen. Die Frist, in der man sich bei der Polizei melden kann, läuft am 30. November ab. Danach werden die Gegenstände gemäss Polizeigesetz vernichtet.

Das ist die komplette Liste

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