Kann Dauerständer verursachen: Illegale Erektionspillen sind massiv überdosiert
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Kann Dauerständer verursachenIllegale Erektionspillen sind massiv überdosiert

Gemäss Swissmedic setzen Konsumenten von illegal importierten Potenzmitteln ihre Gesundheit aufs Spiel. So kann es zu Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkten kommen.

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qll/sda
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Der Fokus der diesjährigen Untersuchungen von Swissmedic lag auf illegal importierten Präparaten mit dem Wirkstoff Tadalafil. Dieser ist seit 2002 auf dem Markt.

Der Fokus der diesjährigen Untersuchungen von Swissmedic lag auf illegal importierten Präparaten mit dem Wirkstoff Tadalafil. Dieser ist seit 2002 auf dem Markt.

Bertil Ericson
Das Präparat Cialis, das auf Tadalafil basiert, wirkt ähnlich wie das besser bekannte Viagra.

Das Präparat Cialis, das auf Tadalafil basiert, wirkt ähnlich wie das besser bekannte Viagra.

AP/Greg Baker
Erektionsförderer führen seit mehreren Jahren die Statistik der illegal in die Schweiz importierten Arzneimittel an.

Erektionsförderer führen seit mehreren Jahren die Statistik der illegal in die Schweiz importierten Arzneimittel an.

AP/Greg Baker

Erektionsförderer führen seit mehreren Jahren die Statistik der illegal in die Schweiz importierten Arzneimittel an. Wer jedoch ohne Rezept im Internet Erektionsförderer bestellt, riskiert seine Gesundheit. Zu diesem Schluss kommt das Heilmittelinstitut Swissmedic nach der Analyse von 140 Präparaten.

Der Fokus der diesjährigen Untersuchungen von Swissmedic lag auf Präparaten mit dem Wirkstoff Tadalafil. Dieser ist seit 2002 auf dem Markt. Das Präparat Cialis, das auf Tadalafil basiert, wirkt ähnlich wie das besser bekannte Viagra. Bei Überdosierungen könne es bei Personen mit Risikofaktoren zu schwerwiegenden Zwischenfällen mit Herzrhythmusstörungen oder gar einem Herzinfarkt kommen, schreibt Swissmedic.

Kaum oder andere Wirkstoffe

Über ein Drittel der Präparate war falsch dosiert, bei rund 15 Prozent stellte das Swissmedic-Labor eine massive Überdosierung fest. Eine Tablette habe 80 Milligramm Wirkstoff erhalten, das Vierfache der maximalen Tagesdosis, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Das sei besonders bedenklich, weil der Wirkstoff im Körper relativ langsam abgebaut wird.

Laut Swissmedic resultiert bei einer Überdosierung keine Verbesserung der erektilen Funktion. Dafür würden mögliche Nebenwirkungen aber häufiger auftreten. Nebst vielen anderen Nebenwirkungen können gelegentlich lang andauernde Erektionen, selten auch Dauererektionen (Priapismus) auftreten.

Ein Teil der untersuchten Präparate enthielten kaum oder andere als die angegebenen Wirkstoffe. Nur bei Arzneimitteln aus kontrollierten Bezugsquellen sei gewährleistet, dass die Qualität den Anforderungen entspreche und die Gesundheit nicht gefährdet werde, schreibt Swissmedic.

Vereinfachtes Verfahren seit Anfang Jahr

Seit Anfang Jahr werden illegal importierte Arzneimittel im sogenannten vereinfachten Verfahren bearbeitet. Dabei werden für illegale Sendungen keine Verfahrenskosten verrechnet, sofern die Empfänger damit einverstanden sind, dass die Ware vernichtet wird. Bei wiederholtem Import wird aber ein ordentliches Verwaltungsverfahren eröffnet, beim illegalen Import grosser Arzneimittelmengen ein Strafverfahren.

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