Bern: Illegale Party eskaliert, sechs Polizisten verletzt
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BernIllegale Party eskaliert, sechs Polizisten verletzt

Die Berner Underground-Szene lud zur illegalen Party – und lieferte sich schliesslich eine nächtliche Strassenschlacht mit der Polizei.

von
miw
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In der Nacht auf Sonntag musste die Polizei wegen der Berner Underground-Szene ausrücken.

In der Nacht auf Sonntag musste die Polizei wegen der Berner Underground-Szene ausrücken.

Berner Zeitung / Jörg Spori
Diese wollte im jetzt leerstehenden Fruchthof eine illegale Party feiern.

Diese wollte im jetzt leerstehenden Fruchthof eine illegale Party feiern.

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Als die Polizisten versuchten, zwei Sprayer anzuhalten, wurden sie von diversen Partygästen aus dem Gebäude heraus angegriffen. In der Folge eskalierte die Situation.

Als die Polizisten versuchten, zwei Sprayer anzuhalten, wurden sie von diversen Partygästen aus dem Gebäude heraus angegriffen. In der Folge eskalierte die Situation.

Im ehemaligen, derzeit leerstehenden Fruchthof an der Berner Laupenstrasse sollte am Samstagabend eine illegale Party gefeiert werden. Die Berner Underground-Szene lud zur sogenannten Sauvage ein. «Am 10i geiz los», verkündeten die Organisatoren im voraus. Kurz nach 22 Uhr trudelte aber nicht nur das Partyvolk vor Ort ein, auch traf die Polizei bei der illegalen Fete ein.

Als die Berner Polizisten versuchten, in der Nähe zwei Sprayer anzuhalten, wurden sie von diversen Leuten aus dem Gebäude heraus angegriffen. «Unsere Einsatzkräfte wurden massiv angegriffen. Es flogen Steine in der Grösse von Pflastersteinen und auch Feuerwerkskörper wurden gegen Polizisten abgefeuert», sagt Polizeisprecher Dominik Jäggi. Sechs Polizeimitarbeitende wurden dabei unter anderem durch Steinwürfe an den Kopf sowie Pyrotechnika verletzt. So schritt die Polizisten zur Gegenwehr – «zum eigenen Schutz mussten sie Mittel einsetzen», sagt Jäggi. Gegen die Angreifer wurden Grummischrot und Reizstoffe eingesetzt. Zudem drohte die Polizei mit dem Einsatz einer Schusswaffe. Schliesslich nahm sie die zwei Sprayer fest, die Partygäste zogen sich ins Gebäude zurück.

Zweite Auseinandersetzung folgte um 2 Uhr morgens

Trotz der Anhaltungen nahm die Auseinandersetzung vorerst kein Ende. «Kurz nach zwei Uhr verliessen Personen die Liegenschaft und es formierte sich ein grosser Umzug mit zahlreichen Teilnehmern», so die Kapo. Während des Umzugs von der Laupenstrasse zur Schützenmatte zündeten die Aktivisten Pyros. Die Polizei versuchte, den Marsch zu verhindern und setzte erneut Mittel gegen die Gruppe ein. Die Situation eskalierte wieder. Nochmals wurden Polizisten angegriffen, zudem kam es in der Innenstadt zu Sachbeschädigungen – «so wurde die Scheibe eines Einsatzfahrzeuges zerstört», schreibt die Polizei.

Später, als die Gruppe bei der Schützenmatte ankam, löste sich die Demonstration. Mehrere Polizisten mussten sich in ärztliche Kontrolle begeben.

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