Kartell im Tessin: Illegale Preisabsprachen – Amag kassiert Millionen-Busse von Weko

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Kartell im TessinIllegale Preisabsprachen – Amag kassiert Millionen-Busse von Weko

Die Wettbewerbskommission Weko büsst sieben Autohändler von Marken des VW-Konzerns im Kanton Tessin, darunter auch die Amag. Sie sollen ein unzulässiges Kartell gebildet und die Preise in die Höhe getrieben haben. 

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Die Wettbewerbskommission Weko büsst sieben Autohändler von VW-Marken im Kanton Tessin (Symbolbild).

Die Wettbewerbskommission Weko büsst sieben Autohändler von VW-Marken im Kanton Tessin (Symbolbild).

20min/Matthias Spicher
Darunter ist auch die Amag. (Symbolbild).

Darunter ist auch die Amag. (Symbolbild).

20min/Matthias Spicher
Die Firmen sollen im Kanton Tessin zwischen 2006 und 2018 ein unzulässiges Kartell gebildet haben. (Symbolbild).
Foto: 20min/Matthias Spicher

Die Firmen sollen im Kanton Tessin zwischen 2006 und 2018 ein unzulässiges Kartell gebildet haben. (Symbolbild).
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Darum gehts

  • Die Weko büsst die Amag und andere VW-Händler mit 44 Millionen Franken. 

  • Sie bildeten im Kanton Tessin zwischen 2006 und 2018 ein unzulässiges Kartell.

  • Die Autohändler trafen Preisabsprachen über alle Verkäufe im Tessin.

Der Schweizer Autohändler Amag hat im Kanton Tessin eine saftige Busse kassiert. Zusammen mit sechs weiteren Autohändlern für Marken des VW-Konzerns bildete die Firma im Tessin von 2006 bis 2018 ein unzulässiges Kartell. Nun hat die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko das Kartell im Autohandel verboten.

Die Autohändler trafen Preisabsprachen über alle Verkäufe im Tessin. Das Kartell teilte sich den Kanton Tessin in Tätigkeitsgebiete auf. Die fehlbaren Autofirmen hätten versucht, den Wettbewerb unter den Autohändlern zu verringern und die Verkaufspreise von Neufahrzeugen für Private und die öffentliche Hand auf einem überhöhten Niveau zu halten, schreibt die Weko in einer Mitteilung.

Amag akzeptiert Weko-Verfügung

Die Kartellmitglieder wurden nun mit einer Gesamtsanktion in Höhe von rund 44 Millionen Franken gebüsst. Fünf Unternehmen erklärten sich zu einer einvernehmlichen Regelung des Verfahrens bereit. Die Amag akzeptiert die eröffnete Verfügung der Wettbewerbskommission. «Einzelne Führungskräfte von Amag-eigenen Garagenbetrieben haben sich in der Vergangenheit im Kanton Tessin inakzeptabel verhalten. Die Amag hat personelle und organisatorische Massnahmen ergriffen»,  schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Die Untersuchung sei im Sommer 2018 eröffnet worden und die Amag habe vollumfänglich mit den Wettbewerbsbehörden kooperiert, so das Unternehmen weiter. Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. 

(lea)

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