800 Teilnehmer: Illegale Strassenparty in Bern – Polizei setzt Wasserwerfer ein
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800 TeilnehmerIllegale Strassenparty in Bern – Polizei setzt Wasserwerfer ein

Etwas ausserhalb der Stadt Bern hat sich am Samstagabend eine illegale Party auf der Strasse gebildet. Ziel war die Berner Innenstadt, was die Polizei aber verhindert hat. Sie musste Gummischrot, Wasserwerfer und Reizstoff einsetzen.

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Bei der Bolligenstrasse, am nördlichen Stadtrand von Bern, hat sich am 12. September eine illegale Strassenparty formiert.

Bei der Bolligenstrasse, am nördlichen Stadtrand von Bern, hat sich am 12. September eine illegale Strassenparty formiert.

Leser-Reporter
Rund 800 Menschen tanzten laut Augenzeugen friedlich zu Musik.

Rund 800 Menschen tanzten laut Augenzeugen friedlich zu Musik.

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Diese wurde von verschiedenen Wagen gespielt.

Diese wurde von verschiedenen Wagen gespielt.

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Darum gehts

  • Gut 800 Personen und mehrere Musikwagen versammelten sich am Samstagabend in Bern.
  • Sie wollten als Strassenparty Richtung Innenstadt ziehen.
  • Die Kapo Bern war mit zwei Wasserwerfern und etlichen Polizeieinheiten bereits in Stellung.
  • Nach wenigen Hundert Metern wurde die illegale Party aufgelöst.

In Bern fühlte sich am Samstagabend mancher an das «Tanz dich frei» erinnert. Bei der Bolligenstrasse, am nördlichen Stadtrand von Bern, hatte sich eine illegale Strassenparty formiert. Augenzeugen berichteten von gut 800 mehrheitlich jungen Menschen: «Sie tanzen friedlich zur Musik. Die Stimmung ist sehr entspannt», so eine Leser-Reporterin vor Ort.

Die Musik komme von mehreren Wagen, welche aufwendig dekoriert worden seien: «Es hat ein Piratenschiff, mehrere Türmchen, sogar einen Supermarkt.» Disco-Lichter würden auf den Wagen funkeln, an manchen Orten könne man Bier oder etwas zu Essen kaufen. Die unbewilligte Veranstaltung lief unter dem selbstgegebenen Motto «Carnaval des Rues», französisch für Strassenkarneval, ab.

Auf den verschiedenen Wagen hingen vereinzelt auch Transparente mit politischen Botschaften: «Fight the Staadt» sei etwa auf einem zu lesen. «Die wenigsten sind vermummt, einige sind verkleidet und alle tragen eine Mund- und Nasenmaske.»

Die Polizei löste die illegale Party auf

Die Menschen hätten sich um 21.45 Uhr langsam bei der Kleinen Allmend in Bern eingefunden, erzählt eine weitere Leser-Reporterin. «Dann sind immer mehr Musik-Wagen dazugekommen.» Nach 22.15 Uhr habe sich der Tross langsam Richtung Berner Innenstadt bewegt.

Weit kamen dieser jedoch nicht: In der Nähe des Wankdorfstadions seien Kastenwagen der Kapo Bern und zwei Wasserwerfer aufgetaucht. «Ab da bewegte sich nichts mehr. Die Polizei bat die Anwesenden via Lautsprecherdurchsage, das Areal zu verlassen.» Die meisten Teilnehmenden seien auf ein Feld in der Nähe ausgewichen. Vereinzelt würden Feuerwerk und Pyrofackeln gezündet. «Dann wurde der Wasserwerfer eingesetzt. Sie löschten damit ein Feuer und zielten aber auch auf die Menge», so die Leser-Reporterin. Ein Grossteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer habe sich danach aus dem Staub gemacht. «Die Stimmung war plötzlich angespannt. Nur eine Gruppe Vermummter blieb standhaft.»

Vereinzelt wurden Pyrofackeln und Feuerwerk gezündet.

Leser-Reporter

In einer Mitteilung schreibt die Polizei, dass Vermummte Strassenbarrikaden errichtet und diese angezündet hätten. Polizeibeamte seien mit Steinen und Flaschen angegriffen worden und an einem Gebäude sei grosser Sachschaden entstanden. Um den Umzug in die Innenstadt zu verhindern und um die Beamten zu schützen, sei nach mehrmaliger Abmahnung Wasserwerfer, Gummischrot und Reizstoff eingesetzt worden. Ermittlungen wurden laut Polizei aufgenommen.

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(cho/lah)

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