92 Prozent Zunahme: Illegaler Import von Arzneimitteln floriert
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92 Prozent ZunahmeIllegaler Import von Arzneimitteln floriert

Die Zahl der illegal in die Schweiz importierten und beschlagnahmten Medikamente hat im letzten Halbjahr erneut stark zugenommen. Der Zoll meldete 568 verdächtige Sendungen.

Vor allem Erektionsförderer und Schlankheitsmittel wurden illegal beschafft, wie die Kontrollbehörde Swissmedic am Donnerstag mitteilte. Die Zahl von 568 verdächtigen Sendungen im ersten Halbjahr 2009 entspricht einer Zunahme um 92 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2008, wie das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic schreibt.

Aus Indien kommt mehr

Dabei stammte die Hälfte der jüngst beschlagnahmten Sendungen aus Asien. Dies bestätige den seit einigen Jahren beobachteten Trend, dass Pakete mit illegalen Arzneimittelimporten aus Asien stark zunähmen, hiess es. Während 2008 noch 43 Prozent der beschlagnahmten Sendungen aus Asien gekommen seien, sei der Prozentsatz im vergangenen Halbjahr 2009 auf 50 Prozent gestiegen, wobei vor allem eine Zunahme aus Indien festzustellen sei.

24 Prozent sind Erektionsmittel

Am häufigsten illegal importiert wurden in den letzten sechs Monaten Erektionsförderer und Schlankheitsmittel. Erektionsmittel machten demnach 24 Prozent und Schlankheitsmittel 14 Prozent aller illegalen Importsendungen aus. Mit einem Anteil von zwölf Prozent waren aber auch Muskelaufbaupräparate gefragt. Swissmedic hat bereits wiederholt davor gewarnt, Arzneimittel via Internet zu bestellen. Diese Produkte könnten die Gesundheit gefährden, schreibt die Behörde. Zudem sei es Privatpersonen gesetzlich untersagt, aus dem Ausland grössere Mengen - mehr als einen Monatsbedarf zum Eigengebrauch - an Arzneimitteln zu importieren. (dapd)

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