Basel: Illegales Brückenspringen ist beliebt
Aktualisiert

BaselIllegales Brückenspringen ist beliebt

Bei der aktuellen Hitze pilgern täglich tausende Basler zum Rhein. Immer mehr springen dort von den Brücken ins kühle Nass – und bringen sich und andere in Lebensgefahr.

von
Lena Oppong
Trotz totalem Verbot springen jeden Tag Waghalsige von der Mittleren Brücke.

Trotz totalem Verbot springen jeden Tag Waghalsige von der Mittleren Brücke.

Das strengstens verbotene Brückenspringen erfreut sich dieser Tage besonders grosser Beliebtheit. Wie gefährlich das sein kann, ist den Springern oftmals nicht bewusst: «Wir haben es einfach den anderen nachgemacht», erzählt der 16-jährige David aus München. Das könne ja nicht so gefährlich sein, wenn so viele Leute springen, argumentiert er. «Prallt man aber auf Treibholz oder gar einen anderen Schwimmer, endet dies meist tragisch. Zudem wird saftig gebüsst», sagt SLRG-Präsident Christian Senn.

Auch Polizeisprecher Klaus Mannhard nimmt mit der Hitze oft Fehlverhalten der Rheinschwimmer wahr: «Unter ihnen herrscht im Moment eine gewisse Disziplinlosigkeit», sagt er. In den letzten Jahren wurde «das Schwimmen im Bach» immer populärer – nur an die Regeln wollen sich viele nicht halten. «Das grosse Prob­lem sind die Personen, die in die Fahrrinne schwimmen und sich nicht an den blauen Bojen orientieren», so Mannhart. Das bemerkt auch Fährimaa Jacques Thurneysen: «Es hat jetzt extrem viele Schwimmer im Rhein. Manche wollen sich aber einfach nicht an die Regeln halten. Solche Personen sollen gebüsst werden.»

Deine Meinung