Lindt, Rivella und Ricola - Im Ausland sind Schweizer Produkte deutlich billiger
Publiziert

Lindt, Rivella und RicolaIm Ausland sind Schweizer Produkte deutlich billiger

Schweizer Kundinnen und Kunden zahlen für Produkte von Lindt, Rivella, Ricola und für Migros-Eigenmarken Preisaufschläge von 50 Prozent und mehr.

1 / 2
Schweizer Markenprodukte kosten hier mehr als im benachbarten Ausland: Migros.

Schweizer Markenprodukte kosten hier mehr als im benachbarten Ausland: Migros.

20min/Michael Scherrer
Schweizerinnen und Schweizer zahlen hierzulande Preisaufschläge von 50 Prozent und mehr: Coop-Filiale. 

Schweizerinnen und Schweizer zahlen hierzulande Preisaufschläge von 50 Prozent und mehr: Coop-Filiale.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Schweizer Produkte gibt es in deutschen und französischen Supermärkten deutlich günstiger als hierzulande.

  • Betroffen sind Erzeugnisse wie Rivella, Lindor-Kugeln oder Ricola.

  • Die Gründe seien härterer Wettbewerb und günstigere Mieten im Ausland.

Artikel mit dem Label «Swiss Made» gibt es in deutschen und französischen Supermärkten teilweise deutlich günstiger als hierzulande. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, zahlen Kundinnen und Kunden in der Schweiz Preisaufschläge von 50 Prozent und mehr.

So gibt es im französischen Supermarkt Hyper U eine Literflasche Rivella rot für 1.40 Euro. Bei Migros oder Coop kostet schon ein halber Liter 1.45 Franken. Auf den Liter gerechnet bedeutet das einen währungsbereinigten Preisaufschlag von über 90 Prozent.

Auch andere beliebte Schweizer Marken gibt es im Ausland billiger. In den Online-Supermärkten von Migros und Coop kosten die Lindor-Kugeln in roter Verpackung rund 50 Prozent mehr als bei Rewe in Deutschland. Und auch für die Kräuterzucker von Ricola gibt es einen Schweiz-Aufschlag von rund einem Viertel auf 100 Gramm gerechnet. Der Grossverteiler Migros verlangt für seine in der Schweiz hergestellten Kaffeekapseln Café Royal für Nespresso-Maschinen je nach Sorte in der Migros bis zu 47 Prozent mehr als im Ausland.

10 bis 15 Prozent «erklärbar»

Die Stiftung für Konsumentenschutz hat für Zuschläge von 50 Prozent und mehr kein Verständnis. Nur ein beschränkter Unterschied wegen höherer Ladenmieten und gesetzlicher Vorschriften sei in der Schweiz gerechtfertigt. 10 bis 15 Prozent Aufschlag seien erklärbar. Der Rest sei überrissen, so die Stiftung.

Tatsache ist, dass die in der Schweiz starken Marken im Ausland zum Teil weniger bekannt sind. Zudem ist der Wettbewerb unter Detailhändlern im Ausland oft härter als in der Schweiz, wie die «SonntagsZeitung» weiter schreibt. Mit hohen Preisen haben die Produkte dort wenig Aussicht auf Erfolg. Das räumt auch Rivella ein. «Wenn wir in Auslandsmärkten wie Frankreich eine Chance haben wollen, dann müssen wir uns dem dortigen Niveau einigermassen anpassen», schreibt Rivella auf Twitter und: «Noch so sind wir eines der teuersten Produkte im Regal.»

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(chk)

Deine Meinung

1 Kommentar