Zibbz in Lissabon: «Im Backstage serviert ein Roboter Kaffee»
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Zibbz in Lissabon«Im Backstage serviert ein Roboter Kaffee»

Unsere Kandidaten haben ein erstes Mal in Lissabon ESC-Bühnenluft schnuppern können. Die Zibbz-Geschwister sind beeindruckt vom Mega-Event.

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Backstage bei Zibbz in Lissabon: Die Schweizer ESC-Kandidaten bereiten sich für den grossen Auftritt von nächster Woche vor. (Video: Tamedia)

Seit Sonntag sind Zibbz, die Schweizer Mitstreiter im 63. Eurovision Song Contest, in Lissabon. Von der Stadt haben sie noch nichts gesehen: «Wir hatten gar keine Zeit für Sightseeing», sagt Sängerin Co Gfeller (32) am Telefon. Für sie und ihren Bruder Stee (30) standen gleich nach der Ankunft wichtige Termine an. Darunter: Die erste Probe auf der ganz grossen Showbühne in der Altice Arena – inklusiver einer grossen, gebogenen Metall-Brücke.

«Mich hat es umgehauen. Es ist die grösste Bühne, auf der wir je gestanden sind», sagt Stee. «Das hat Hallenstadion-Format.» Die beiden werden sich also richtig austoben können. Co sagt: «Ich werde alles geben, um die Bühne so richtig auszunutzen.»

Einen Eindruck von der ersten Probe gibt es im Video. (Video: Eurovision Song Contest/Youtube/Tamedia)

Erste Probe der Zibbz

«Es wird kein Spaziergang»

Eine Herausforderung sind die vielen Kameras, die um das Duo herumschwirren: Jede Einstellung wird besprochen und für den Auftritt festgelegt. «Ich will keine wichtigen Momente verpassen. Ich bin auf der Bühne sehr aktiv, ziehe meinen Mikro-Ständer hinter mir her, steige auf die Brücke – und muss dabei immer im Kopf haben, in welche Kamera ich schauen muss», sagt Co.

30 Minuten Zeit hatten Zibbz bei der ersten Probe, dreimal konnten sie ihre Performance zum Song «Stones» durchgehen. Vor dem grossen Auftritt im Halbfinale am 8. Mai können die Luzerner noch zwei weitere Male in der Arena proben. Momentan gehe es nur noch um den Feinschliff. «Wir haben zwei, drei grosse Knaller-Momente in die Show eingebaut.»

Auch das gehört zur Vorbereitung: Stee lässt sich die Augenbrauen zupfen.

Zibbz-Stee lässt sich die Augenbrauen zupfen

Die Schweizer ESC-Kandidaten bereiten sich für den grossen Auftritt vor.

Einige ihrer Konkurrenten haben sie sich bei den Proben angeschaut. Co sagt: «Es wird kein Spaziergang.» Denn: In ihrem Halbfinale würden die grössten Favoriten des Contests gegeneinander antreten. «Wir müssen uns einfach auf uns selber konzentrieren.»

Kaffee vom Roboter

Die Vorbereitungen auf Tag X laufen soweit reibungslos. Der Event sei «wahnsinnig professionell organisiert». Auf und um die Bühne herum sind zahlreiche Techniker im Einsatz. «Wenn wir am Keyboard ein kürzeres Kabel haben wollen, kommt sofort jemand», sagt Co.

Auch hinter der Bühne wird besonderer Service geboten: «Es gibt einen Roboter, der rumfährt und Kaffee ausschenkt! Wie eine Kaffeemaschine auf Rädern», erzählt Co. Stee: «Wir fühlen uns ein bisschen wie bei ‹Star Wars›.»

Das erste Halbfinale mit dem Auftritt der Zibbz wird am 8. Mai um 21 Uhr auf SRF zwei übertragen. Die Band bloggt hier regelmässig über ihre Erlebnisse am ESC.

Zibbz vor dem Abflug nach Lissabon im Interview.

Zibbz im finalen ESC-Check

Wer ist aufgeregter, wer hat den schwereren Koffer und wer macht auf Reisen die meisten Fotos: 20 Minuten hat Stee und Co alias Zibbz vor ihrem Abflug nach Lissabon am Zürcher Flughafen getroffen. <i>(Video: Katrin Ofner/Tamedia)</i>

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