«Hallo, liebe Unterländer»: Im Bündnerland ist die Badesaison eröffnet
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«Hallo, liebe Unterländer»Im Bündnerland ist die Badesaison eröffnet

Mit seinen Videos will Christian Gartmann Besucher nach Graubünden locken. Die witzigen Clips entwickeln sich zu viralen Hits.

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«Hallo, liebe Unterländer» – mit diesen Worten eröffnet Christian Gartmann seine Videos. Danach «pülverlet» er wahlweise durch den Neuschnee oder erklärt mit einem Augenzwinkern, wie das türkisblaue Wasser seinen Weg von Graubünden in die Weltmeere findet.

Den Anstoss zu den Clips gab der letztjährige Hitzesommer: «Im Juni war ich in Zürich und fand es – wie auch alle anderen – zu heiss. Wieder zurück im Engadin kam mir auf dem Surfboard die Idee, einen Film zu machen und den Leuten im Unterland zu sagen, dass es gar nicht überall so heiss ist», erzählt der Medienfachmann.

Ein wenig Schummeln darf sein

Seither sind 29 Filme entstanden. Im aktuellsten steht der Engadiner knöcheltief im eisigen Champfèrersee, um die Badesaison im Bündnerland für eröffnet zu erklären. Zum Beweis stürzt sich eine junge Frau ins fünf Grad kalte Nass. Natürlich handelt es sich bei der Aktion angesichts des aktuellen Kälteeinbruchs um einen Scherz: «Keine zehn Meter von uns entfernt hatte es noch Eis auf dem See. Baden bei diesen Wassertemperaturen ist nicht ungefährlich», sagt Gartmann.

Der Einsatz hat sich trotzdem gelohnt: Fast 90'000-mal wurde das Video auf Facebook bereits angeklickt: «Die meisten Zuschauer sind im Mittelland, also Unterländer. Es funktioniert!», freut sich der inoffizielle Botschafter von Graubünden. Sein Engagement sei nur ein Hobby, beteuert er: «Ich mache das ganz unabhängig. Geld bekomme ich dafür von niemandem. Da ich weder ein Hotel noch ein Restaurant oder Geschäft habe, kann ich nur indirekt zur Zufriedenheit der Gäste beitragen.» Die «Hallo liebe Unterländer»-Videos seien sein kleiner Beitrag zur Förderung des Tourismus in Graubünden.

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