Trauer in der Armee - Im Dienst gestorben – so wurde das Militärbüsi Brigadier Broccoli beerdigt
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Trauer in der ArmeeIm Dienst gestorben – so wurde das Militärbüsi Brigadier Broccoli beerdigt

Die offizielle Armeekatze ist vor einer Woche gestorben. Die Anteilnahme an ihrem Tod ist riesig. Nun wurde die «Meiti» in der Kaserne begraben.

von
Zoé Stoller
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Letzte Woche ist Brigadier Broccoli gestorben.

Letzte Woche ist Brigadier Broccoli gestorben.

Facebook/Brigadier Broccoli
16 Jahre lang war der Waffenplatz Lyss ihr Zuhause und ihre Familie.

16 Jahre lang war der Waffenplatz Lyss ihr Zuhause und ihre Familie.

Facebook/Brigadier Broccoli
Nun wurde das Armeemitglied auf dem Militärareal beerdigt.

Nun wurde das Armeemitglied auf dem Militärareal beerdigt.

Facebook/Brigadier Broccoli

Die weltweit bekannte Schweizer Militärkatze Brigadier Broccoli starb am 19. August an Altersschwäche. Sie lebte seit 16 Jahren auf dem Waffenplatz Lyss und hatte sogar ein eigenes Dienstbüchlein. Die Anteilnahme am Tod des Lysser Armee-Maskottchens ist riesig. «Die Katze wurde im Beisein ihrer Betreuer in einer kurzen, schlichten Feier beigesetzt», sagt Armeesprecher Daniel Reist.

Dem Armeemitglied wurde «eine kleine Erinnerungsstätte an ihrem Lieblingsplatz auf dem Gelände des Waffenplatz Lyss» gewidmet, so Reist. Blumen und Grablichter zieren die Begräbnisstätte der verstorbenen Katze. Ausserdem prangt am Kopf des Kreuzes ein Foto von Broccoli, in welchem sie eine Nikolaus-Mütze trägt. Unter dem Post in Broccolis Facebook-Gruppe mit den Fotos vom Grab fragten verschiedene Personen, ob man die Stätte besuchen dürfe. Eine Userin, die in Lyss stationiert ist, verneinte, weil sich das Grab in der Kaserne des Waffenplatzes Lyss befindet. Das Kreuz des Grabes wurde von einer Bestattungsfirma gespendet.

Dürfen Haustiere begraben werden?

Gemäss dem Amt für Veterinärwesen des Kantons Bern dürfen nicht alle Haustiere selber beerdigt werden: «Gemäss der eidgenössischen Verordnung über die tierischen Nebenprodukte dürfen einzelne kleine Tiere bis zu einem Gewicht von 10 Kilogramm auf Privatgrund vergraben werden», so das Amt. Grundsätzlich gehe von toten Tieren die Gefahr der Verbreitung einer Seuche oder von anderen Krankheitserregern aus. «Deshalb dürfen nur einzelne kleine Tiere auf privatem Grund vergraben und müssen Tierkadaver grundsätzlich über Tierkörpersammelstellen der korrekten Entsorgung zugeführt werden.»

Nach wenigen Stunden hatte der Facebook-Post bereits über 1400 Likes und über 220 Kommentare der Trauer erhalten, 200 Mal wurde er geteilt. «Mir laufen Tränen übers Gesicht» und «Meiti, du wirst vermisst», schreiben die Facebook-Freunde und -Freundinnen der Militärkatze unter die Bilder. Viele der über 5700 Mitglieder der Gruppe posten seit dem Ableben Fotos von Broccoli und Beiträge, in welchen sie ihrem Kummer Ausdruck verleihen.

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Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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