VW ID.3 im Test - Im Elektroauto in die Ferien
Klappt auf Anhieb: ID.3 unterwegs laden, hier in Liechtenstein.

Klappt auf Anhieb: ID.3 unterwegs laden, hier in Liechtenstein.

CM
Publiziert

VW ID.3 im JahrestestIm E-Auto in die Familienferien – wie gut klappt das?

Eine Berner Familie berichtet für 20 Minuten Lifestyle ein Jahr lang von ihren Erfahrungen mit dem Elektroauto VW ID.3.
Jetzt stehen die ersten Ferien an. Reicht der Akku, um durch das halbe Land zu fahren?

von
Nora Camenisch und Markus Ehinger

Endlich ein Tapetenwechsel. Nach einer gefühlten Ewigkeit in den eigenen vier Stadtwänden stehen die Familienferien vor der Tür. Es soll von Bern ins Ferienhaus der Familie in der Ostschweiz gehen. Beim alten Benziner wusste man inzwischen Bescheid, was alles in den Kofferraum reinpasst. Und eine Tankfüllung reichte locker für die anstehenden knapp 240 Kilometer. Mit dem Wechsel auf das Elektroauto sind einige Überlegungen mehr nötig.

Viel Platz im Kofferraum

Schnell stellen wir fest, dass der ID.3 im Kofferraum genügend Platz für unsere Habseligkeiten für einige Tage bietet (385 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen wären es bis 1267 Liter). Und sogar der Kinderwagen passt noch rein. Hier waren die Sorgen umsonst. Ein grosses Thema bleibt das Laden des Akkus. Wir sind uns einig, dass wir einfach mal drauflosfahren und schauen, ob der ID.3 sein Versprechen bezüglich Reichweite (es sind nach WLTP bis zu 425 Kilometer) einhält.

Welche Ladesäule solls denn sein?

Doch so locker sind wir dann doch nicht. Einerseits laden wir den Akku zuhause auf 100 Prozent statt der empfohlenen 80, anderseits ertappen wir uns dabei, wie wir dann doch nach Ladestandorten unterwegs suchen. Schnell merken wir: es gibt einige. Aber zig Ladekarten und Anbieter stehen zur Auswahl, die Preise variieren und nicht alle Karten funktionieren überall. Wir nutzen einerseits die We-Charge-Karte von Volkswagen und bestellen je eine Ladekarte von zwei anderen Anbietern. Es sind jene, die Ladestationen in einem Umkreis von einem Kilometer rund um das Ferienhaus haben.

Die ID.3-Testfamilie

Markus Ehinger und Nora Camenisch bekommen den VW ID.3 von der AMAG zur Verfügung gestellt. Sie testen das Elektroauto während eines Jahres zusammen mit der zweieinhalbjährigen Tochter auf Fahrspass, Alltags- und Familientauglichkeit. In dieser Zeit berichten sie regelmässig von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit dem ID.3 in «20 Minuten Lifestyle».

Reichweitenangst ist umsonst

Dann geht es los und wir stellen fest, dass die Sorgen um die Reichweite trotz voll beladenem Kofferraum auch hier unbegründet waren. Mit einer verbliebenen Reichweite von rund 30 Kilometern kommen wir am Ziel an. Und auch das Laden an den beiden Stationen rund um das Ferienhaus klappt auf Anhieb.

Wir sind die Strecke inzwischen zwei weitere Male gefahren und mussten in keinem Fall unterwegs laden. Dies selbst dann nicht, als wir in einen Stau mit 40 Minuten Zeitverlust geraten sind. Was allerdings auffällt: die Reichweite sank respektive stieg abhängig von den Aussentemperaturen um rund 20 Kilometer.

Verbrauch drosseln

Was man natürlich ebenfalls bedenken muss: Wer eine Strecke fast vollständig auf der Autobahn zurücklegt bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h, verbraucht mehr Strom als auf der Landstrasse oder in der Stadt. Die Faustregel besagt, dass ein bisschen Tempoverzicht sehr viel bewirken kann: Ist man nur mit 110 statt 120 km/h unterwegs, verringert dies den Luftwiderstand um 15 Prozent. Und das wiederum spart den Verbrauch. Und wenn alle Stricke reissen, lädt man eben unterwegs. Dank des neusten Software-Updates zeigt das Navi des ID.3 die nächsten Ladepunkte an. Eine Ladung auf 80 Prozent schafft der ID.3 dann im besten Fall in rund 40 Minuten. Im Übrigen kann man sich sehr gut auf den Bordcomputer verlassen: Die Reichweite wird sehr exakt angezeigt, was einem locker und entspannt reisen lässt.

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