«HMS Investigator»: Im Eis verschollenes Schiff gefunden
Aktualisiert

«HMS Investigator»Im Eis verschollenes Schiff gefunden

Ins Eismeer gesandt, um verschollene Schiffe zu suchen, und selber verschwunden. Archäologen haben nach mehr als 150 Jahren die «HMS Investigator» gefunden.

«HMS Investigator» in einer Illustration von 1851.

«HMS Investigator» in einer Illustration von 1851.

Kanadische Archäologen haben in der Arktis ein seit mehr als 150 Jahren verschollenes Schiff entdeckt. Bei dem Wrack handelte es sich um die «HMS Investigator», die bei der Suche nach der Nordwestpassage und nach der katastrophalen Expedition des Polarforschers Sir John Franklin eingesetzt wurde. Der Leiter des Suchteams, Marc-Andre Bernier, erklärte, das Schiff sei in der Mercy Bay nördlich der Banksinsel gefunden worden.

«Das Schiff steht aufrecht und ist in sehr gutem Zustand», sagte Bernier. «Dies ist das Schiff, das den letzten Teil der Nordwestpassage segelte.» Die «HMS Investigator» war eines von vielen amerikanischen und britischen Schiffen, die ausgesandt wurden, um die von Franklin kommandierten Schiffe «HMS Erebus» und die «Terror» zu suchen. Unter dem Kommando von Robert McClure begann die «HMS Investigator» ihre Reise 1850. Vor der Einfahrt in die Beaufort-See wurde sie von Packeis gestoppt und musste in der Prince-of-Wales-Strasse überwintern. Später wurde die Weiterfahrt erneut von Eis verhindert und die Besatzung blieb bis 1853 in der Bay of Mercy. Von dort wurde sie schliesslich gerettet und die «HMS Investigator» zurückgelassen.

Die Masten wurden längst weggerissen, aber das eisige Wasser erhielt das Wrack in gutem Zustand. Man könne von der Wasseroberfläche aus die einzelnen Planken erkennen, sagte Umweltminister Jim Prentice. Bernier kündigte an, man wolle nun mit einer ferngesteuerten Kamera genauere Bilder von dem versunkenen Schiff bekommen. Auch nach der «HMS Erebus» und der «Terror» werde weiter gesucht.

(dapd)

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