Mehr Turbulenzen: Im Flugzeug wird es häufiger ungemütlich
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Mehr TurbulenzenIm Flugzeug wird es häufiger ungemütlich

Nicht nur Menschen mit Flugangst könnte diese Meldung beunruhigen: Über den Wolken wird es immer häufiger rumpeln. Dafür gibt es einen bestimmten Grund.

von
pat
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Auch ohne Turbulenzen: Auf diese Lebensmittel sollten Sie vor dem Flug verzichten. Ein herzhaftes Stück Fleisch mag für viele Fluggäste der gelungene Auftakt zu einer Reise sein. Clever ist es jedoch nicht, einen solchen Eiweissbrocken direkt vor dem Abflug zu verzehren. Verdaut der Körper Eiweissreiches, produziert er nämlich viel mehr Wärme als bei leichten Speisen. Die Folge: Man schwitzt. Das ist weder für einen selbst noch für den Sitznachbarn angenehm.

Auch ohne Turbulenzen: Auf diese Lebensmittel sollten Sie vor dem Flug verzichten. Ein herzhaftes Stück Fleisch mag für viele Fluggäste der gelungene Auftakt zu einer Reise sein. Clever ist es jedoch nicht, einen solchen Eiweissbrocken direkt vor dem Abflug zu verzehren. Verdaut der Körper Eiweissreiches, produziert er nämlich viel mehr Wärme als bei leichten Speisen. Die Folge: Man schwitzt. Das ist weder für einen selbst noch für den Sitznachbarn angenehm.

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Viel leichter, aber ebenfalls nicht zu empfehlen: Rohkost, wie etwa frischer Salat. Das rohe Gemüse sorgt für die Entstehung von Gasen, die sich - nicht vollständig ausgeatmet - im Blähbauch sammeln. Im Flieger sind Blähungen noch fieser als sonst, weil der Druckunterschied die Gasausdehnung begünstigt. Besonders tückisch sind laut «travelbook.de» Bohnen, Weisskraut und Linsen.

Viel leichter, aber ebenfalls nicht zu empfehlen: Rohkost, wie etwa frischer Salat. Das rohe Gemüse sorgt für die Entstehung von Gasen, die sich - nicht vollständig ausgeatmet - im Blähbauch sammeln. Im Flieger sind Blähungen noch fieser als sonst, weil der Druckunterschied die Gasausdehnung begünstigt. Besonders tückisch sind laut «travelbook.de» Bohnen, Weisskraut und Linsen.

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Ganz schlecht vor dem Fliegen ist Alkohol. Das Gläschen Wein oder Bier dehydriert den Körper - das begünstigt Thrombosen, die wegen des langen Sitzens beim Fliegen ohnehin häufiger auftreten. Ausserdem lässt Alkohol uns häufiger zur Toilette rennen, was im Flugzeug bekanntlich auch kein Spass ist.

Ganz schlecht vor dem Fliegen ist Alkohol. Das Gläschen Wein oder Bier dehydriert den Körper - das begünstigt Thrombosen, die wegen des langen Sitzens beim Fliegen ohnehin häufiger auftreten. Ausserdem lässt Alkohol uns häufiger zur Toilette rennen, was im Flugzeug bekanntlich auch kein Spass ist.

Nicolas Y. Aebi

Erst Ende August musste ein Flugzeug der US-Fluggesellschaft United Airlines aufgrund «unerwarteter Turbulenzen» auf dem irischen Shannon Airport notlanden. Zwölf Menschen mussten mit Verletzungen ins Spital gebracht werden.

Besonders gefährlich sind Turbulenzen in wolkenfreier Luft. Sie kommen für den Piloten im wahrsten Sinne des Wortes aus heiterem Himmel und lassen keine Zeit, die Passagiere zu warnen. Das starke und plötzliche Abfallen des Flugzeugs reisst nicht angeschnallte Fluggäste leicht aus den Sitzen.

Jährlich geraten Tausende Maschinen in derart schwere Turbulenzen, wie Paul Williams, Atmosphärenforscher an der britischen Universität Reading, zum «Guardian» sagt. Und das Rumpeln über den Wolken häuft sich, wie mehrere Studien belegen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA stellte in der Zeit von 1982 bis 2003 eine Verdoppelung schwerer Unfälle durch Turbulenzen fest. Entspannte Flüge werden auch in Zukunft immer seltener.

Warnsysteme werden entwickelt

Schuld am tückischen Wetterphänomen ist der Klimawandel: Die Verhältnisse der Stratosphäre werden verändert, erklärt Williams gegenüber dem «Guardian». Denn das Treibhausgas sorgt in der üblichen Reiseflughöhe von 10'000 bis 12'000 Metern für Temperaturveränderungen, die wiederum Luftströme zwischen verschiedenen Schichten beschleunigen. Führen diese unregelmässigen Strömungen zu Turbulenzen, können Kräfte entstehen, die auch eine grössere Passagiermaschine wie ein Spielzeug durch die Luft wirbeln lassen.

Neuartige Sensorsysteme an Bord der Maschine, die mit ultraviolettem Licht arbeiten, könnten Unfällen künftig vorbeugen. Über die reflektierten Strahlen des UV-Lichts lässt sich so kurzfristig ein Alarm auslösen, wenn die Maschine auf eine turbulente Zone zusteuert.

Die Kosten für die neuen Systeme würden bislang jedoch die Kosten überschreiten, die für Schäden durch Turbulenzen aufgebracht werden müssen. Das könnte sich durch die Konsequenzen im Luftverkehr wegen steigender Kohlendioxidwerte aber bald ändern.

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