Gleichstellung - Im «Football Manager» dürfen jetzt auch Frauen mitmischen
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GleichstellungIm «Football Manager» dürfen jetzt auch Frauen mitmischen

Die «Football Manager»-Serie will Gleichberechtigung: Im nächsten Spiel sollen auch Frauenteams eingeführt werden. Kein einfaches Unterfangen, wie sich zeigt.

von
Riccardo Castellano
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«Wir wollen den Frauenfussball einführen» – so wirbt derzeit der Entwickler vom Game «Football Manager».

«Wir wollen den Frauenfussball einführen» – so wirbt derzeit der Entwickler vom Game «Football Manager».

FM
Im Spiel «Football Manager» werden in Zukunft Frauenteams das Spiel ergänzen.

Im Spiel «Football Manager» werden in Zukunft Frauenteams das Spiel ergänzen.

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Damit wolle man Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern im Fussball fördern.

Damit wolle man Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern im Fussball fördern.

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Darum gehts

  • Im Game «Football Manager» sollen Frauenteams eingeführt werden.

  • Die Entwickler wollen Teil des Prozesses zur Gleichstellung sein.

  • Das Update ist aufwendig und kostet Millionen.

  • Wie lange das Projekt dauert, ist noch unklar.

Ein Sport, ein Spiel, zwei Geschlechter – so lautet die Devise der Entwicklerinnen und Entwickler von Sports Interactive. Daher wollen sie kein separates Spiel für Frauenfussball machen, sondern dieses in zukünftigen Titeln von der beliebten Fussball-Manager-Simulation «Football Manager» einbinden. Spielerinnen und Spieler sollen in Zukunft also nahtlos zwischen Männer- und Frauenteams wechseln können.

Günstig wird das Ganze nicht. In einem detaillierten Spiel wie «Football Manager» wird das Projekt kein einfaches Unterfangen: «Uns ist klar, dass die Einbindung des Frauenfussballs in Football Manager Millionen kosten und kurzfristig wenig rentabel sein wird», so Studiodirektor Miles Jacobson in einem Blog-Post. Trotzdem wolle man Teil der Lösung sein und die Gleichstellung beider Geschlechter im Fussball fördern.

Eine globale Datenbank des Frauenfussballs

Wer es nicht kennt: «Football Manager» gibt es seit 2005 – ähnlich wie «Fifa» – in jährlichen Neuauflagen. Die Spieler haben nicht direkt Kontrolle über die Fussballer. Wichtiger ist alles drumherum, die taktische Ausrichtung, Trainings, Transfers und mehr. Der Job einer Fussballmanagerin oder eines Fussballmanagers schlechthin.

Dafür haben die Entwickler eine Datenbank geschaffen, an der sie seit 28 Jahren konstant arbeiten und diese immer wieder aktualisieren – und das nur für den Männerfussball. Den Frauenfussball in seiner kompletten Form hinzuzufügen braucht also viel Arbeit. «Zunächst mal wird es einige Zeit dauern, eine umfassende globale Datenbank des Frauenfussballs zu erstellen», so Jacobson.

Entwicklung hat begonnen

Doch nicht nur Daten brauchen Zeit. Das Entwickeln aller Modelle ist ebenfalls mit Aufwand verbunden: «Frauen haben eine andere Körperform und Knochenstruktur als Männer. Deshalb müssen wir ganz von vorn beginnen und alle unsere bestehenden Motion-Capture-Animationen mit Spielerinnen erstellen.» Das soll dann mehrere Monate dauern.

Die Entwicklerinnen und Entwickler sind schon seit einiger Zeit am Werk und der Release ist noch nicht bekannt. Man wolle aber das neue Feature so bald wie möglich einführen.

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