Dopamin: Im Glück stellen wir das Glück eher auf die Probe
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DopaminIm Glück stellen wir das Glück eher auf die Probe

Aus Schaden wird man klug: Das stimmt nur bedingt. Ob wir auf Risiko oder lieber auf Nummer sicher gehen, hängt vor allem von einem Hormon ab.

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Basejumper wissen, dass ihr Hobby nicht ganz ungefährlich ist. Trotzdem springen sie immer und immer wieder.

Basejumper wissen, dass ihr Hobby nicht ganz ungefährlich ist. Trotzdem springen sie immer und immer wieder.

Nicht frühere Erfahrungen sind ausschlaggebend dafür, ob wir uns risikofreudig zeigen oder nicht. Sondern das Glückshormon Dopamin. Das berichten Forscher der University of British Columbia im kanadischen Vancouver im Fachjournal «Neuron».

Für die Studie hatte das Team um Colin M. Stopper Ratten vor die Wahl gestellt: Die Tiere konnten zwischen einer sicheren und einer deutlich reizvolleren, aber gleichzeitig auch unzuverlässigen Belohnung wählen.

Dopamin gibt den Ausschlag

Entschieden sich die Tiere für Option zwei und gingen dabei leer aus, wählten sie beim nächsten Mal die sicherere Variante. Erhielten sie jedoch nach dem ersten fehlgeschlagenen Durchgang einen künstlichen Dopamin-Schub, setzten sie trotz der gemachten negativen Erfahrung beim nächsten Mal erneut auf Risiko.

Auch umgekehrt zeigte sich der Effekt: Wenn sich die riskantere Variante ausbezahlte und die Ratten tatsächlich eine Belohnung erhalten hatten, gingen sie beim nächsten Mal den gleichen Weg. Es sei denn, die Forscher unterbanden die Zufuhr des Glückshormons. Dann nämlich wechselten sie zur risikoärmeren Strategie.

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